Sind Anleihen in türkischer Lira sinnvoll?
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Redaktion 23.03.2011 |
Derzeit werben Banken mit zweistelligen Zinssätzen für Tagesgeld-Anlagen, die in der Fremdwährung "Türkische Lira" erfolgen. Streng genommen muss die Bezeichnung derzeit noch "Neue Türkische Lira" lauten, da dieses bis Ende des Jahres 2008 die offizielle Bezeichnung der Währung des Landes ist.
Bei der vorgesehen Umstellung auf den traditionellen Währungsnamen handelt es sich jedoch um einen bloßen Umtausch von Zahlungsmitteln, der keinen Einfluss auf den Wert der Währung haben wird. Anlagen in einer fremden Wohnung sind immer mit dem Risiko verbunden, auf Grund von Wechselkursschwankungen einen Verlust zu erleiden.
Die türkische Lira hat sich seit der Währungsumstellung im Jahre 2005 gegenüber dem Euro deutlich stabilisiert. Damit besteht die realistische Chance, dass der Anleger tatsächlich einen Gewinn in Höhe von zehn und mehr Prozentpunkten erzielt. Auf der anderen Seite ist nicht sicher vorherzusagen, wie nachhaltig die Stabilisierung der türkischen Währung ist. Das Risiko eines zukünftigen Kursverlustes ist in jedem Fall zu berücksichtigen.
Einen Komplettverlust seines Geldes muss hingegen kein Anleger fürchten, da die Regeln der Einlagensicherung unabhängig davon gelten, in welcher Währung die entsprechenden Konten geführt werden. Fast alle deutschen Banken bieten durch freiwillige Zusatzfonds eine vollständige Absicherung der bei ihnen hintrlegten Guthaben an, während ausländische Banken, sofern sie Filialen in Deutschland unterhalten, mindestens zur Einhaltung der gestzlichen Mindeststandards verpflichtet sind, die bis zu 20 000 Euro zu 90 % absichern.
Wenn das Hauptsitzland der Bank strengere gesetzliche Regeln aufweist, so gelten diese. Da sowohl bei der Ein- als auch bei der Auszahlung Kosten für die Umrechnung der Währungen erhoben werden, ist eine Anlage in türkischen Lira vor allem dann sinnvoll, wenn sie als nicht allzu kurzfristig geplant ist.
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