Der Atemregler, ein unentbehrliches Hilfsmittel des Tauchers
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Redaktion 25.11.2010 |
Jahrtausendelang tauchten Menschen ohne jegliche Hilfsmittel im Wasser. Sehr geübte Taucher, wie zum Beispiel die Perlentaucher Polynesiens, können vielleicht bis zu maximal zehn Minuten unter der Wasseroberfläche verweilen, vor allem längerdauernde oder schwierigere Arbeiten sind so nicht auszuführen. Wollte man länger unter Wasser bleiben mussten dem zu Folge Hilfsmittel erfunden werden, die eine höhere Tauchdauer erlaubten.
Zunächst versuchte man sich an Tauchglocken, in denen der Tauchende wie in einer umschlossenen Luftblase zum Boden herabgelassen wurde, die Bewegungsfreiheit war dabei natürlich sehr stark eingeschränkt, so dass man darauf verfiel, die Luft in Schläuchen zum Taucher hinabzupumpen, wofür nicht nur an der Oberfläche umfangreiche technische Einrichtungen, sondern auch schwere und unhandliche druckfeste Taucheranzüge notwendig waren.
Erst der Einsatz von komprimierter Luft, heute auch komprimierter technischer Luft-Gemische, die in Flaschen auf den Tauchgang mitgenommen werden, erlaubte dem Taucher Bewegungsfreiheit im flüssigen Medium. Es ist offensichtlich, dass das Atmen aus einer Pressluftflasche mit womöglich 200 oder mehr Atmosphären Druck nicht ohne besondere Vorrichtungen möglich sein kann. Hier kommt der Atemregler, auch Lungenautomat oder Aqualung genannt, zum Einsatz. Er reduziert den Druck der Pressluft in der Flasche auf dem Weg zum Taucher auf das richtige Maß, das heisst auf den jeweiligen Umgebungsdruck.
Die Druckminderung erfolgt bei modernen Geräten in zwei Stufen, zunächst wird der Druck beim Austritt der Luft aus der Flasche in einer ersten, direkt an das Auslaßventil der Pressluftflasche angeschraubten Stufe, auf etwa 12 Atmosphären herabgesetzt, dann in einer zweiten Stufe direkt vor oder an dem Mundstück, auch Oktopus geannnt, dem genau dort jeweils herrschenden Umgebungsdruck angepasst.
Die Regulierung der einzelnen Druckverhältnisse vom Flaschendruck über den so genannten Mitteldruck der ersten Stufe bis hin zum Umgebungsdruck der zweiten Stufe am Mundstück erfolgt über ein System von Membranen und Ventilen, die Luftzuleitung von der Flasche zum Mundstück generell über druckfeste Schläuche.
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