Die Ereignisablaufanalyse
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Redaktion 16.02.2011 |
Zur Überprüfung der richtigen Funktionsweise von Sicherheitstechnik, wie Alarmanlagen, Bewegungsmeldern oder bei Rauchmeldern gibt es verschiedene Analysemöglichkeiten. Eine davon ist die Ereignisablaufanalyse.
Bei der Ereignisablaufanalyse geht man von einem Ereignis aus, das das System beeinflussen kann und untersucht die möglichen Folgen dieses Ereignisses. Bei dem auslösenden Ereignis kann es sich z.B. um einen Ausfall einer Systemkomponente oder um einen externen Vorfall handeln. Der dann entstehende Ereignisbaum wird von links nach rechts dargestellt, jeweils mit Abzweigungen für zwei Alternativen: einem oberen Zweig für das erfolgreiche Verhalten der Schutzkomponente und einem unteren Zweig für dessen Scheitern. So ist es möglich, die verschiedenen Pfade zu durchlaufen und eine Unfallsequenz zu identifizieren.
Ziel einer solchen Analyse ist es Ereignisabläufe, die nach einem auslösenden Ereignis durch die Reaktion von Subsystemen entstehen können, in einem System zu erfassen. Mittels einer Ereignisablaufanalyse soll eine graphische Darstellung eines logischen, physikalischen und zeitlichen Ineinandergreifens aufeinander folgender Ereignisse in einem System erfolgen, ebenso wie die Ermittlung von Systemzuständen, die aus einer bestimmten Ursache resultieren und die Berechnung von Frequenzen oder Häufigkeiten der resultierenden Systemendzustände.
Bei einer Ereignisablaufanalyse werden dabei die folgenden Arbeitsschritte durchgeführt: Zuerst erfolgt eine Auflistung aller auslösenden Ereignisse. Im Anschluss daran werden die direkten funktionellen Systemantworten, die jeweils durch die Funktion oder Nichtfunktion eines Subsystems entstehen, identifiziert. Danach werden die Reaktionen von Hilfssystemen und indirekten Maßnahmen identifiziert und die auslösenden Ereignisse mit all ihren Systemantworten werden zusammengefügt. Anschließend werden die Ereignisketten definiert. Hierfür hat jede Systemantwort eine zugehörige Verzweigung, die Erfolg oder Misserfolg der Antwort anzeigt und am Ende jeder Kette steht die Beschreibung der erwarteten Auswirkungen. Der vorletzte Schritt der Ereignisablaufanalyse beinhaltet die Zuweisung der Frequenz oder Häufigkeit für das auslösende Ereignis inklusive der bedingten Wahrscheinlichkeit für die Funktion oder den Ausfall. Der letzte Schritt sieht die Berechnung der Frequenz oder Häufigkeit des Endzustandes des Gesamtsystems für jede Kette vor.
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