Indexfonds und ETF

Monika Weber
01.06.2009

Eine besondere Gruppe der Investmentfonds sind Indexfonds, die auch als ETF (Exchange Traded Funds) bezeichnet werden. Diese Investmentfonds unterscheiden sich von konventionellen Fonds vor allem darin, dass sie nicht aktiv gemanagt werden. Ziel des Fonds ist es lediglich, einen zugrunde liegenden Index (zum Beispiel den DAX oder den Dow Jones Euro Stoxx 50) möglichst genau abzubilden. Somit liegt die Rendite des ETF ziemlich genau bei der Rendite des zugrunde liegenden Fonds. ETF´s sind in Deutschland erst mit dem Inkrafttreten des dritten Finanzmarktförderungsgesetzes aus dem Jahr 1998 möglich, in den USA gelten sie jedoch bereits seit langem als gute Alternative zu Investmentfonds. Für Anleger bedeutet dieses passive Management der ETF´s, dass die Verwaltungsgebühren deutlich geringer sind als bei anderen Fonds, bei denen Fondsmanager aktiv in die Fondsverwaltung eingreifen. Auch die Rendite entwickelt sich nur selten schlechter als bei aktiv gemanagten Fonds, bei denen die Fondsmanager regelmäßig versuchen, die zugrunde liegende Benchmark zu übertreffen und eine Outperformance zu erreichen.

 

Zudem können ETF´s über die Börsen gehandelt werden, so dass der Ausgabeaufschlag, der bei konventionellen Investmentfonds bei bis zu 5,75% betragen kann, entfällt. Gerade in den letzten Jahren erfreuen sich ETF´s immer größerer Beliebtheit, vor allem institutionelle Anleger greifen gern darauf zurück. Auch immer mehr Privatpersonen nutzen ETF als Anlagemöglichkeit, die Auswahl der Fonds ist mittlerweile sehr groß. Diese nutzen heute nicht mehr nur Aktienindizes als Basiswert, sondern auch Rohstoffe, Edelmetalle, Kreditderivate sowie den Geldmarkt. Somit ist es Anlegern möglich, ihr Depot entsprechend zu diversifizieren und Risikostreuung zu betreiben. Hierbei ist allerdings zu bedenken, dass das Risiko der Anlage steigt, je spezifischer der Fonds investiert (Bsp. Rohstoffe). Breit gestreute Aktienindizes wie beispielsweise der Dow Jones Euro Stoxx 50 bieten hingegen eine gute Risikostreuung. Doch ETF´s können nicht nur in guten Börsenzeiten eine Alternative zum Investmentfonds sein. So genannte Short-ETF´s, die auf sinkende Börsenkurse setzen, können auch in negativen Börsenzeiten hohe Gewinne erzielen. Bisher haben Anleger zur Abbildung eines Index in erster Linie Indexzertifikate genutzt, die ebenso wie die Indexfonds über die Börse zu niedrigen Gebühren gehandelt wurden. Durch die Finanzkrise tendieren jedoch immer mehr Anleger zu den ETF´s, denn diese stellen ein Sondervermögen dar, welches auch im Insolvenzfall des Emittenten gesichert ist.

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