Investmentfonds

Monika Weber
01.06.2009

Investmentfonds sind eine Form der Geldanlage, bei der das Geld der Anleger in unterschiedliche Anlagebereiche (fachsprachlich Asset-Klassen). Zu diesen Anlagebereichen gehören zum einen Aktien, zum anderen aber auch festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien und Rohstoffe. Anleger, die einen Anteil eines Investmentfonds erwerben, werden hierdurch Miteigentümer am Fondsvermögen und haben somit ein Anrecht auf die Beteiligung am erzielten Gewinn. Gleichzeitig haben Anteilsinhaber das Recht, ihre Anteile zum täglich aktuellen Preis an die Fondsanlagegesellschaft zurückzugeben. Der Wert eines solchen Fondsanteils errechnet sich aus der Summe des gesamten Fondsvermögens dividiert durch die Anzahl der von der Gesellschaft ausgegebenen Anteile. Da sich der Kurs von Wertpapieren täglich ändern kann, variiert auch der Anteilspreis eines Investmentfonds. Investmentfonds lassen sich unterschiedlich einteilen. So zum Beispiel nach ihrer empfohlenen Anlagedauer. Grundsätzlich sollte die Anlagedauer langfristig sein, wenn auch das Risiko der Fonds erhöht ist. Geldmarktfonds sind eher kurzfristig orientierte Fonds, denn sie investieren in festverzinsliche Wertpapiere oder Schatzanweisungen, die meist eine Laufzeit von drei Monaten nicht überschreiten. Geldmarktfonds weisen daher eine relativ geldmarktnahe Verzinsung aus. Zudem bieten sie Anlegern eine relativ hohe Sicherheit, Kursverluste sind eher unwahrscheinlich.

 

Für den mittelfristig orientierten Anleger, der sein Geld zwischen zwei und fünf Jahren investieren möchte, eignen sich Rentenfonds. Diese investieren vornehmlich in festverzinsliche Wertpapiere. Somit erzielen sie in erster Linie Zinserträge sowie geringe Wertzuwächse. Mischfonds sind ebenfalls für Anleger interessant, die ihr Geld bis zu fünf Jahre investieren wollen. Hierbei sollte das Augenmerk jedoch darauf liegen, dass der Anteil an festverzinslichen Papieren möglichst hoch ist, denn durch den Aktienanteil sind Kursschwankungen und somit auch Wertverluste nicht ausgeschlossen. Anleger, die ihr Geld langfristig, also mehr als fünf Jahre anlegen wollen, sollten zu reinen Aktienfonds greifen. Wie der Name schon sagt, investieren sie das Geld der Anleger in Aktien unterschiedlicher Länder und Branchen. Die hierdurch erzielte Risikostreuung sichert Anleger vor hohen Kursverlusten. Im Fall einer allgemeinen Marktschwäche, wie in der jetzigen Finanzkrise, müssen auch Aktienfonds mit teils hohen Verlusten rechnen. Auch Immobilienfonds, die das Geld ihrer Anleger in Immobilien investieren, können im langfristigen Bereich ein gutes Investment darstellen, denn sie weisen nur geringe Schwankungsbreiten auf. Sie eignen sich daher für den eher konservativen Anleger, denn sie bieten eine relativ hohe Sicherheit und gleichzeitig moderate Erträge.

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