Alte Automarken und Reifen
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Redaktion 30.03.2011 |
Alte Automarken Der Hersteller Armstrong-Siddeley Die Armstrong-Siddeley-Werke waren 1919 aus der Fusion von Armstrong-Whitworth und Siddeley-Deasy hervorgegangen. Die Fabrikation konzentrierte sich auf den Raum Coventry, das eigentliche Zentrum der englischen Automobilindustrie. Armstrong-Siddeley gehörte zur Hawker-Siddeley-Gruppe, die während des Zweiten Weltkrieges die bekannten Lancaster- und Hurricane-Flugzeuge baute. Vor dem Krieg hatte Armstrong-Siddeley solide Qualitätstourenwagen mit 1,7-, 2-und 3,8-Liter-Motoren angeboten.
Der Ausstoß dürfte im Durchschnitt tausend Einheiten pro Jahr erreicht haben. Die Marke zählte zu den ersten, die nach Kriegsende mit einem neuen Modell aufwarten konnten. Es handelte sich um den Typ 16 mit einer zwar typisch englisch «gestylten» Karosserie, die aber doch eine geglückte Synthese von klassischen Linien mit modernen Zügen verkörperte. Der Kühlergrill war eine neuzeitlich wirkende Abwandlung der traditionellen, leicht zugespitzten Armstrong-Siddeley-Nase. Die Fensterflächen waren großzügig bemessen und ließen viel Licht in das gepflegte Interieur.
Trotz Einzelkotflügeln hatte man auf ein Trittbrett verzichtet. Unterhalb des Kofferdeckels fand sich ein mit der Hinterstoßstange verbundenes Klappfach mit vielfältigem Bordwerkzeug. Angetrieben wurde der Armstrong-Siddeley 16 von dem aus der Vorkriegszeit bekannten 2-Liter-6-Zylinder-Motor mit oben hängenden Ventilen. Als Chassis diente ein sogenannter Underslung-Rahmen (unter der Hinterachse durchführend) mit Kreuzverstrebung. Die vordere Einzelradaufhängung bestand aus Dreiecklenkern mit Längstorsionsstäben; die starre Hinterachse wies Halbelliptikfedern auf.
An Kraftübertragungen standen ein normales Vierganggetriebe und ein Viergang-Vorwählgetriebe Wilson mit Zentrifugalkupplung und super breiten Reifen zur Wahl. Zur 6-Fenster-Limousine Lancaster (mit Schiebedach) kamen bald auch ein elegantes Cabriolet Hurricane und ein Sportcoupe Typhoon hinzu. Für 1949 wurde der Hubraum auf 2,3 Liter erhöht, und Ende des gleichen Jahres wurde das Programm durch eine 4-Fenster-Limousine Whitley ergänzt. Auch teure Spezialcabriolets wurden auf dem AS-16-Chassis geboten, darunter auch solche von Schweizer Karossiers. Zum Genfer Salon 1952 kam eine 6-Fenster-Version des Whitley heraus; sie löste den Lancaster ab und zeigte im Bereich des hinteren Pavillonteils kantigere Stilelemente. Für den australischen Markt bestimmt war ein fünfsitziges Station-Coupe, dessen Heck wie bei einem Pick-up ausgebildet war. Auch ein hochmodernes Ghia-Coupe gab es auf Armstrong-Siddeley-Basis.
Bitte überprüfen Sie alle 4 Wochen Ihren Luftdruck an den Sommerreifen ! Sapphire Eine bedeutende Neuerscheinung war jedoch der Armstrong-Siddeley Sapphire, der im Oktober 1952 herauskam und das Modellprogramm nach oben erweiterte. Der Sapphire war ein luxuriöser Klassewagen im traditionellen englischen Knife edge-Stil (Messerkantenstil), den es als 4- und 6-Fenster-Limousine gab. Angetrieben wurde dieser große Armstrong von einem neu entwickelten 3,4-Liter-6-Zylinder-Motor, der als Besonderheit halbkugelförmige Brennräume aufwies. Dieses fast avantgardistische Merkmal zeigten bisher nur Peugeot- und Chrysler-Modelle. Zur Vorderradaufhängung gehörten beim Sapphire (= Saphir) Schraubenfedern.
Mit seiner vornehmen Karosserieform, die auch vollverschalte Hinterräder einschloss, bedeutete der Sapphire eine Konkurrenz für die Daimler und Bentley, den großen Austin und Humber. Dabei bot er in technischer Hinsicht ein durchaus modernes Konzept, das zu dem traditionell englischen Aufbau in einigem Widerspruch stand. Ab Ende 1953 wurde eine Doppelvergaser-Ausführung mit einer von 120 auf 150 PS gesteigerten Leistung angeboten. Ein Jahr später kam zu den Versionen mit normalem 4-Gang-Getriebe und weiterentwickeltem Wilson-Vorwählgetriebe eine Ausführung mit automatischem Hydra-Matic-Getriebe. Für die Modelle 1955 wurde zudem ein Servobremssystem und unter anderen Verfeinerungen eine blendfreie Ultraviolettbeleuchtung des Instrumentariums eingeführt. Hinzu kam auch eine Sapphire-Limousine mit Separation und insgesamt sieben Plätzen sowie entsprechend längerer Karosserie.
Die kleineren 2,3-Liter-Modelle hatte man hingegen schon 1953 auslaufen lassen. Für 1956 führte Armstrong-Siddeley als erste britische Marke eine hydraulische Servolenkung ein. Sie stammte von Girling und war in ihrem Wirkungsgrad mit einem am Armaturenbrett installierten Hebel regulierbar. Auf der Londoner Automobilausstellung im Oktober 1955 präsentierte Armstrong als wesentliche Neuheit jedoch abermals ein kleineres Modell, den Sapphire 2,3 Litre mit völlig neuer, recht moderner Karosserie, aber traditioneller hoher Kühlerfront. Es gab ihn als Modell 234 mit 122 PS starkem 4-Zylinder-Motor (mit halbkugelförmigen Brennräumen und zwei SU-Vergasern) oder als Modell 236 mit 86 PS leistender kultivierter 6-Zylinder-Maschine (ähnlich Whitley). Unterbau und Fahrwerk entsprachen dem Armstrong-Konzept. Von der Form her vermochte der Sapphire 2,3 Litre jedoch, wie man auch bei AS bald erkannte, kaum zu überzeugen, und so betraute man Michelotti mit einer Neuentwicklung (die jedoch nie zum Tragen kommen sollte). Ab 1958 figurierten erneut nur noch die großen Armstrong im Programm, die man alsbald durch den Star Sapphire ergänzte, eine Version mit einem auf 4 Liter vergrößerten Hubraum und 167 PS Leistung, Borg-Warner-Automatikgetriebe und vorderen Girling-Scheiben-bremsen.
Eine Besonderheit der Getriebeautomatik: Der Schaltpunkt zwischen der zweiten und dritten Stufe ließ sich mit einem Zusatzhebel zwischen 55 und 105 km/h verstellen. Äußerlich war der Star Sapphire vor allem an der etwas niedrigeren Kühlerfront erkennbar. Auch ihn gab es als Repräsentationslimousine. Doch 1960 wurde die Autoproduktion von Armstrong-Siddeley gänzlich eingestellt... Die Rentabilität war auch für diese Marke nicht mehr gegeben. Sie wollen mehr Infos über Automarken oder Autoreifen erfahren, dann schauen Sie mal auf meiner Seite vorbei. Hier finden Sie immer günstige Sommerreifen, Offroadreifen oder Winterreifen!
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