Die Erhöhung der Studiengebühren scheint unvermeidlich
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Redaktion 03.12.2007 |
Die Kölner Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), eine überparteiliche Reformbewegung für mehr Wettbewerb und Arbeitsplätze in Deutschland, hat das Onlineportal Unicheck.de ins Leben gerufen, das sich dem Thema Studiengebühren widmet und die Verwendung der Gelder durch die Hochschulen kontrollieren soll.
Zu diesem Zweck stellt eine studentische Redaktion umfangreiche Recherchen an und holt die Meinungen einschlägiger Fachleute ein. In einem kürzlich geführten Interview äußerte der Kanzler der künftigen Elite-Hochschule RWTH Aachen, Manfred Nettekoven, die Überzeugung, dass höhere Studiengebühren unvermeidlich seien, wenn die deutschen Hochschulen einen internationalen Standard in der Lehre erreichen wollen.
Mit den gegenwärtigen 500 Euro pro Semester ließen sich zwar das allgemeine Studienangebot und das Betreuungsverhältnis verbessern, ein internationales Niveau könne die Lehre damit aber nicht gewährleisten, so Nettekoven. Zu wenige Studierende hätten bislang erkannt, dass eine Beitragserhöhung zu einer Verbesserung der Lehre führe und damit als Investition in die eigene Zukunft zu betrachten sei.
Einen Wegfall der Chancengleichheit sieht der Kanzler der RWTH Aachen darin nicht, wohl aber einen Anreiz zu einer sorgfältigeren Studienfachwahl. Als Vorbild nannte er die Niederlande, wo die Interessenten noch vor Studienbeginn ausführlich über die beruflichen Chancen und finanziellen Perspektiven für die Absolventen der einzelnen Studienrichtungen beraten werden.
Die Zeit für eine moderate Erhöhung der Studiengebühren sieht Nettekoven, der sich wünscht, dass künftig mehr junge Menschen ein Studium aufnehmen würden, allerdings erst gekommen, wenn mehr Studierende von einer Kreditfinanzierung Gebrauch machen – in Großbritannien sei das bereits heute bei 38 Prozent der Fall.
Das vollständige Interview mit dem Kanzler der RWTH Aachen über Hochschulpolitik und die Erhöhung der Studienbeiträge ist auf der Website Unicheck.de nachzulesen.
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