Gefahr von Dauerschulden
|
|
Monika Weber 04.06.2009 |
Um finanzielle Probleme zu vermeiden, sollten Verbraucher in Geldangelegenheiten Vorsicht walten lassen. Häufig fängt die Verschuldung ganz harmlos an, in dem der Dispositionskredit ständig beansprucht wird und es auch mit dem Gehaltseingang nicht mehr gelingt, das Konto auszugleichen. Die Zinsen, die für die Inanspruchnahme zu bezahlen sind, liegen im Bundesdurchschnitt bei über 12 Prozent. Da kommt über das Jahr gerechnet eine ordentliche Summe zusammen. Der Dispositionskredit sollte nur dann genutzt werden, wenn fest steht, dass innerhalb von drei oder vier Monaten ein kompletter Ausgleich erfolgen kann. Das heißt, die Nutzung ist nur zu empfehlen, um kurzfristige finanzielle Engpässe auszugleichen. Gelingt das nicht, ist es immer besser, einen Ratenkredit über eine kurze Laufzeit zu beantragen. Hier gibt es günstige Angebote schon für unter 5 Prozent. Alternativ zum Dispositionskredit bieten jetzt einige Banken einen Abrufkredit, das ist ein Rahmenkredit, der nicht an die Führung des Girokontos bei der gleichen Bank gekoppelt ist, die Zinsen sind günstiger als beim Dispositionskredit aber ebenfalls variabel und somit von den Marktbedingungen abhängig.
Ähnlich wie bei Dispo ist auch beim Abrufkredit kein fester Betrag für die Tilgung vorgesehen, sodass Verbraucher, die nicht in der Lage sind, sich zu disziplinieren, ganz schnell in die Dauerschulden geraten. Dispositions- und Abrufkredit und der Kreditrahmen, den die Banken häufig im Zusammenhang mit der Nutzung der Kreditkarte einräumen, bergen immer die Gefahr, dass der Verbraucher sich immer mehr verschuldet, ohne dass er das bewusst wahrnimmt, solange sich das Minus im Rahmen bewegt. Mit einem Ratenkredit lassen sich diese flexiblen Kredite ablösen und wer sich zukünftig selbst schützen will, lässt am Besten die Kreditrahmen verkleinern. Geschieht das nicht, besteht die große Gefahr, dass in Zukunft der Ratenkredit zu tilgen ist, mit dem die flexiblen Kredite abgelöst wurden und die Kredite erneut zu stark genutzt werden. Diesen Kreislauf zu verlassen, ist ein schwieriges Unterfangen das viel Disziplin und Verantwortung sowie die Kontrolle des Konsumverhaltens vom Verbraucher verlangt. Sinnvoll ist die Führung eines Haushaltsbuches, in das alle Einnahmen und Ausgaben akribisch vermerkt werden. Liegen die Ausgaben ständig über den Einnahmen, muss versucht werden, die Ausgaben durch bewussten Konsum zu minimieren. Geschieht das nicht, droht bei finanziellen Einschnitten durch Trennung, Arbeitslosigkeit oder Krankheit die Verschuldung, aus der viele ohne professionelle Hilfe nicht rauskommen.
mehr vom Autor
Bild, Autorenname und Anmeldedatum
lesen Sie weiter
-
Cornelia Gschiel03.01.2011
-
Monika Weber25.11.2010
-
Redaktion11.11.2010
-
Redaktion30.03.2011
-
Redaktion26.11.2010
neue Beiträge
-
Tobias06.02.2012
-
Tobias18.01.2012
-
admin22.12.2011
-
admin20.12.2011
-
Sabine Meier08.11.2011
lesen Sie weiter
-
Cornelia Gschiel02.01.2011
-
Cornelia Gschiel29.12.2010
-
Redaktion26.11.2010
-
Redaktion06.11.2007
-
Claudia Haut14.02.2011







