Sägeblätter - DIN Erklärung
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Redaktion 18.03.2011 |
Für Sägeblätter, die auf langsam laufenden Kaltkreissägen eingesetzt werden, hat sich eine Einordnung nach DIN etabliert, welche die Sägeblätter in 3 Arten unterteilt. Wer jedoch selten mit solchen Maschinen arbeitet, für den ist auch die Auswahl der passenden Sägeblätter aus nur 3 Kategorien oftmals nicht so einfach. Daher möchten wir Ihnen die Einsatzgebiete der 3 Sägeblätter Typen kurz vorstellen :
- Sägeblätter DIN 1837 A (Feingezahnt mit Winkelzahnung) Diese Sägeblätter sind speziell zum Bearbeiten von spröden und kurzspanenden Werkstoffen gedacht. Die Winkelzahnung hat durch ihre Zahnform eine verhältnismäßig kleine Spantasche. Das diese Sägeblätter eine sehr kleine Zahnteilung besitzen, sind sie für Schnitte mit geringer Tiefe oder bei dünnwandigem Material besonders geeignet. Sägeblätter mit dieser Zahnform gibt es in der Stärke zwischen 0,8 und 6,3 mm mit unterschiedlich feinen Zahnteilungen. Sägeblätter mit einer hohen Zähnezahl sollten dabei bis maximal 2mm Schnitttiefe eingesetzt werden. Die Ausführungen mit einer mittleren Zähnezahl eignen sich für Schnittiefen von 3-4 mm. Sägeblätter mit dem größten Zahnabstand können für Schnitte bis ca. 16mm Tiefe oder auch Querschnitte eingesetzt werden. Hierbei spielt natürlich auch das jeweilige Material, welches bearbeitet wird, sowie die Schnittgeschwindigkeit und Vorschub eine wichtige Rolle. Bei klein gewähltem Vorschub können unter Umständen die Sägeblätter auch für etwas größere Schnittiefen ohne Zahnausbrüche genutzt werden.
- Sägeblätter DIN 1838 B (Grobgezahnt mit Bogenzahnung) Sägeblätter dieser Art werden werden mit einem Zahnabstand zwischen 3,15 und 12,5 mm hergestellt. Auch hier hängt die mögliche Zahnteilung vom Durchmesser der Sägeblätter ab. Durch den großen Zahnabstand sind tiefe Spantaschen möglich, deren halbrunder (Bogen) Verlauf eine gute Spanbilung und Spanabnahme der Sägeblätter ermöglicht. Diese grobgezahnten Sägeblätter sind geeignet um größere Querschnitten zu bearbeiten und größere Schnitttiefen zu erreichen. Je nach Abmessung und Zahnteilung sowie entsprechenden Vorschüben kann der Anwender mit diesen Sägeblättern Schnitttiefen und Querschnitte bis max. 100 mm bearbeiten. Die DIN 1838B Sägeblätter gelten somit als universeller Sägetyp der DIN Reihe.
- Sägeblätter DIN 1838 C (Grobgezahnt mit Bogenzahnung mit Vor- und Nachschneider = HZ-Zahnung) Oftmals auch als Sägeblätter mit Hochleistungsverzahnung bezeichnet. Hinsichtlich der Fertigung und den Zahnabständen sind diese Sägeblätter mit der „B“ Ausführung identisch. Anstatt jedoch den Span komplett abzunehmen, besitzen diese Sägeblätter eine spanteilende Funktion. So ist gerade bei Material mit niederer bis mittlerer Festigkeit eine extrem hohe Zerspanleistung möglich. Da der Span hierbei in 3 Teile aufgetrennt wird, ist jeder Zahn deutlich entlastet und somit in der Lage auch eine höhere Einzelleistung zu erbringen. Der Höhenunterschied der Vorschneider hinterlässt jedoch eine leichte Nut im Schnittgrund, so dass diese Sägeblätter eigentlich nur zum Trennen von Material genutzt werden, nicht jedoch für Einfräsungen.
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