Wie funktionieren Umschulungen?
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Redaktion 18.02.2011 |
Wenn man erst einmal aus dem Beruf „raus“ ist, den man über meist drei Jahre erlernt hat, weil man arbeitslos war oder krank oder im Mutterschutz war, dann ist es häufig enorm schwierig in „seinem“ Beruf wieder Fuß zu fassen. Manchmal steht einem aber auch der eigene Beruf bis ziemlich weit oben oder der Beruf stirbt einfach aus und es besteht keine Perspektive in diesem Beruf irgendwie weiterzukommen. Doch was dann tun?
Wenn man noch jung, frisch und unverbraucht ist und nicht unbedingt auf das bisher verdiente Geld angewiesen ist, (aber wer ist das nicht? Haus, Kind Auto, Mann, Frau und sonstige Verpflichtungen) der fängt noch mal ganz von vorne an, nämlich mit einer Lehre. Aber auch da gibt es Schwierigkeiten. Welcher Lehrherr möchte schon einen „alten“ Lehrling, der sich womöglich gar nichts sagen lässt? Zumal solche Spätlehrlinge aufgrund eines eigenen familiären Hintergrundes längst nicht so flexibel sind, wie 16-/17jährige oder Abiturienten.
Oft bieten sich da nur Umschulungen an, die von der Agentur für Arbeit angeboten und auch oft durch finanzielle Mittel unterstützt werden. Umschulungen dauern in der Regel nicht so lange, wie herkömmliche Lehren und werden auch nicht in herkömmlichen Lehrbetrieben oder Berufsschulen durchgeführt. Viele Umschulungen werden in externen Kursen und Berufspraktika angeboten. Oftmals werden zusätzliche EDV-Einführungen und Bewerbungstrainings mit angeboten, die dem Umschüler zusätzliche Fähigkeiten für das spätere Berufsleben vermitteln sollen. Teilnehmer von Umschulungen tauchen nicht in der Arbeitslosenstatistik auf. Wie viel Prozent der Umschüler nach der Umschulungsmaßnahme längere Zeit in diesem Beruf tätig sind, ist statistisch, jedenfalls offiziell, nicht erfasst.
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