Grenzenlose Freiheit?
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Redaktion 16.02.2011 |
Jeder weiß es, jeder kann es, jeder darf es und fast jeder zweite tut es auch mittlerweile. Ob es das Video der Oma beim Kuchen backen oder die eigene Katze beim Scheißen ist, untermalt mit Technomusik und wilden Tanzeinlagen. YouTube ist das Portal, dass jedem Hobbyfilmer die Gelegenheit gibt, seinen Mist zu hinterlassen. Auf der anderen Seite begeistert es viele Fans, die gerade die eine Simpsons-Folge ganz phänomenal fanden, oder den bekloppten Tanz von Ren & Stimpy sich noch mal reinziehen wollten. Denn YouTube hat ein breites Fenster, aus dem Pop, Trash und anderer Kram trällert und die Masse glücklich macht.
Und wenn man ehrlich ist, man muss ja nicht reingucken. Man muss nicht stundenlang rumstöbern und niemand zwingt einen auch nur in die Nähe des Portals. Na ja, jedenfalls nicht wirklich. Denn genauer gesehen, wird man ständig mit der Nase reingeschubst. Man bekommt pro Tag fünfhundert links von Freunden, was man schon wieder Lustiges gefunden hat. Das betrunkene Eichhörnchen, dass vor dem Fenster rumtorkelt, weil es den Nusskuchen gerochen hat oder ein Zitat aus dem Film mit Audrey Hepburn, von der man gleichzeitig bei Flickr.com dreihundert Bilder hoch geladen hat, damit auch all die Freunde sehen, was man alles schon von ihr gesammelt hat.
Flickr.com ist das gleiche Prinzip in Grün. Es ersetzt alle Zeitschriften, wo man seine Fotos eh nicht unterbringen konnte, denn Millionen von Menschen fotografieren und nur ein Bruchteil dieser Fotos sind verwertbar für sich ernstzunehmende Zeitschriften. Wohin also mit den ganzen Fotos? Pfiffige Leute haben sich also dieses schöne Portal ausgedacht und somit ein großes Fenster für all die armen verwaisten Fotos aus den Schubladen der Gesellschaft geschaffen.
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