Bier
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Redaktion 25.11.2010 |
Wenn man im Ausland nach typischen deutschen Dingen fragt, fällt ohne Zweifel immer das Wort Bier, was angesichts der Tatsache, dass jede dritte Brauerei der Welt in Deutschland steht, nicht wirklich verwundert. Das Vorhaben, an jedem Tag ein anderes Bier aus Deutschland zu trinken, würde insgesamt 13 Jahre in Anspruch nehmen. 1.200 Brauereien haben ihren Standort in Deutschland und sie produzieren über 5.000 verschiedene Sorten Bier – wirklich beeindruckende Zahlen.
Das deutsche Reinheitsgebot ist seit 500 Jahren existent und setzt höchste Maßstäbe in Sachen Bier. Jeder Ort oder jede Region hat seine Eigenheiten in Sachen Bier. Norddeutschland liebt zum Beispiel herbere Biere, in der Rheinregion wird Kölsch bevorzugt und im Süden sind Weizenbiere vorherrschend. Die unzähligen Biersorten sind dabei manchmal ein Fest oder ein Trauerfestival für die Geschmacksnerven, denn nicht jede Biersorte überzeugt geschmacklich.
Das allseits bekannte deutsche Reinheitsgebot ist im 15. Jahrhundert in Bayern entstanden. Wilhelm IV., Herzog von Bayern, hatte die ständig wechselnde Rezeptur bei Bieren satt und ordnete an, dass alle Biere in Zukunft aus Gerste, Hopfen und Wasser gebraut werden müssen. Inzwischen haben sich die Deutschen derart an diese Vorschrift gewöhnt, dass Bier aus dem Ausland selten eine Chance auf dem Getränkemarkt besitzt. Die neuartigen Mixgetränke hingegen erleben einen unheimlichen Aufschwung.
Gerade junge Menschen trinken gerne die Mischgetränke aus Bier, Zitrone, Erdbeere, Himbeere und vielen mehr. Bei den klassischen Biertrinkern sind diese natürlich verpönt. Der Alkohol im Bier entsteht während des Gärungsprozesses. Selbst beim als „alkoholfrei“ deklarierten Bier beträgt der Alkoholgehalt noch 0,5 Prozent. Bei den restlichen Biersorten variiert Der Gehalt in der Regel zwischen vier und sieben Prozent. Wenn man Bier also in Maßen genießt, ist es durchaus gesundheitsfördernd.
Der gesellschaftliche Status des Biergenusses ist leider nicht besonders hoch, zu negativ sind die Bilder von Biertrinkern in der Öffentlichkeit. Dies muss aber nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn dadurch bewegen sich die Preise für Bier immer noch in humanen Regionen.
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