DER WHISKY

Redaktion
21.02.2011
Der Whisky

DER WHISKY Die Whiskey-Geschichte liest sich so aufregend wie eine guter Krimi. Das kam so: Der Bourbon Whiskey, Amerikas Nationalgetränk, hat irische Herkunft, deutschen und englischen Ursprung, indianischen Hauptbestandteil und französischen Namen. Deutsch-englischer Ursprung? Das ist sehr schnell geklärt, denn in Georgetown, im Distrikt Bourbon, Kentucky, wurde der erste amerikanische Whiskey gebrannt.

Die britischen Könige George IL, ein Hannoveraner, und George III, regierten damals im achtzehnten Jahrhundert auch ihre Kolonien in den USA. Der Bourbon wurde ursprünglich aus Roggen gebrannt. Ob einmal die Roggenernte missriet oder andere Faktoren eine Rolle spielten, wird sich wohl kaum mehr klären lassen. Jedenfalls wurde der amerikanische Whiskey irgendwann aus Mais gebrannt, und man stellte fest, er schmeckte feiner und voller.

Prince Charlie Stripper Cocktail Zutaten:

3 cl Scotch Whisky

3 cl Drambuie 1 cl Zitronensaft

1 Cocktailkirsche Im Cocktailshaker Scotch,

Drambuie und Zitronensaft mit Eiswürfeln gut schütteln.

In eine Cocktailschale abseihen und mit der Cocktailkirsche garnieren

Heute ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der Bourbon mindestens aus 51% Mais gebrannt sein muss, Gerste und Roggen kommen noch dazu. Danach wird er in neuen, innen angekohlten Weißeichenfässern gelagert. Er muss mindestens drei Jahre reifen, bevor er in Flaschen abgefüllt wird. Tennessee Whiskey sickert durch Holzkohle aus Ahornbäumen und wird durch diese Filterung so mild, dass er, auch pur getrunken, selbst der zartesten Zunge mundet.

Der Rye Whiskey wird aus mindestens 51% Roggen gebrannt. Obwohl er als der älteste gilt, gibt es ihn nur noch selten in den USA. Straight Whiskey oder Unblended Whiskey ist ein unverschnittenes Produkt, das heißt, es wurde nicht mit anderen Sorten vermischt. Blended Whiskey ist ein Verschnitt aus mehreren Whiskeysorten. Blended Bourbon Whiskeys sind Whiskeys, bei denen mehrere Bourbon Whiskeys mit einem Mindestanteil von 51% Straight Bourbon verschnitten wurden. American Blended Whiskey wird aus Bourbon, Rye Whiskey und Korn gemischt.

Der Canadian Whiskey besteht hauptsächlich aus Mais, aber auch Gersten-, Weizen- und Roggenmalz sind zulässig. Der Canadian Whiskey ist leichter und heller als der American Whiskey. Zum Mixen eignen sich jedoch beide hervorragend. Ein Tipp für einen typischen Bourbon Drink: Decken Sie sich mit frischer Minze ein. Beim jährlichen Kentucky-Derby ist der Mint Julep das traditionelle Erfrischungsgetränk und für die Teilnehmer fast ebenso wichtig wie ihre Pferde. Der Mint lulep wird dort klassisch in eisgekühlten Silberbechern serviert. Ein Dichter äußerte einmal: Bourbon und Minze sind wie ein Liebespaar; sie leben im gleichen Land, die gleiche Luft und das gleiche Wasser nähren sie. Sowohl Irland als auch Schottland nehmen in Anspruch, die Heimat des Whisk-e-ys zu sein.

Die Iren sind ein sehr stolzes Volk. Aus dem Arzneimittel Alkohol, den Missionare im sechsten oder siebten Jahrhundert auf die grüne Insel brachten, wurde später ein Getränk, von dem irische Trinksprüche behaupten, es sei hilfreich für Alter und Manneskraft. Irish Whiskey wird dreimal gebrannt. Seine Grundstoffe sind Gerste, Weizen, Hafer, Roggen und natürlich das irische Wasser, klar und unverdorben. Die Getreide u erden gemalzt und in Kesseln getrocknet, dabei wird der typische Malzgeschmack konserviert. Laut Gesetz muss der Irish Whiskey mindestens drei Jahre reifen, meistens gibt man ihm fünf bis zwölf Jahre Zeit dazu. Barbaren nannte man bis vor kurzem in Irland noch unbedarfte Leute, die den Irish Whiskey mit Eis oder Eiswasser verdünnten.

Inzwischen sind auch die Iren etwas toleranter geworden. Malt Whisky, der Urscotch, ist für das Mixen völlig ungeeignet. Zimmerwarm soll er getrunken werden, höchstens mit einem Schuss Quellwasser gespritzt. Er gilt bei Whisky-Kennern als der Whisky schlechthin. Malt Whisky wird aus reiner Gerste hergestellt. Single Malt stammt aus einer Destillerie. Die Gerste wird eingeweicht und auf einer Mälztenne ausgebreitet, wo sie bis zu zwölf Tagen keimt. Dabei wandelt sich die Stärke in Zucker um. Dieses grüne Malz wird über einem Feuer aus Buchenspänen, Holzkohle, Torf und Heidereisern getrocknet und geräuchert. Das gibt diesem Whisky den typischen Geschmack.

Die Gerste wird danach geschrotet, mit heißem Wasser vermengt, um den Zucker zu lösen, dann in Maischbottichen mit klarem Wasser und Hefe zum Gären gebracht. Nach zweimaliger Destillation wird der Malt Whisky in Sherryfässern aus Spanien gelagert, woher die kräftige Farbe kommt. Die Lagerzeit beträgt mindestens drei, überwiegend jedoch sieben bis zwölf Jahre. Es gibt vier Gruppen: die Highland Malt Whiskys, die Lowland Malt Whiskys, die Island Malt Whiskys und die Campbletown Malt Whiskys.

Cocktail Striptease Frisco Sour Zutaten:

5 cl Bourbon Whisky

3 cl Benedictine

3 cl Zitronensaft A

lle Zutaten im Shaker mit Eiswürfeln gut schütteln und in ein Sour-Glas abseihen.

Neben dem Malt Whisky wird in Schottland der Grain Whisky hergestellt. Nichtschotten bekamen Probleme mit dem kräftigen, rauchigen Geschmack des Malt. Um ihre »empfindlichen« Zungen zu schonen, wurde ein Destillationsverfahren entwickelt, aus dem der milde und leichte Grain Whisky gewonnen wird.

Dieser Korn-Whisky aus gemälzter und ungemälzter Gerste, Mais und anderen Getreidesorten wird industriell hergestellt und ausschließlich zum Verschnitt mit Malt Whisky verwendet. Daraus entsteht der Blended Scotch Whisky. Deutscher Whisky ist mild und auch nicht besonders intensiv. Er stammt zum Teil aus Schottland, von wo der Malt Whisky als Basis importiert wird. Der Kornanteil wird in Deutschland gebrannt und dann mit dem Malt verschnitten.

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