Pitina, Peta oder Petuccia – eine friulanische Spezialität

Redaktion
24.07.2007

Die Pitina wird seit Beginn des 18. Jahrhunderts auf den Almen der Valtramontina mit einfachsten Mitteln aus dem Fleisch von Ziegen, Schafen und Wildtieren hergestellt. Dies wurde klein geschnitten und mit Pfeffer, Salz und Almkräutern gewürzt.

Auf den abgelegenen Almen gab es damals keine Tierdärme, um das Fleisch darinnen zu konservieren, deshalb wurde die Pitina in Form einer kleinen Kuppel in Polentamehl gewälzt, das immer vorrätig war und wurde für einige Tage unter der Kaminhaube der Feuerstelle geräuchert. Damals wie heute eine Spezialität, die nicht nur reifere Genießer zum Entzücken bringt.

 

Filippo Bier, Fleischhauer/Metzger aus Meduno im Friaul ist ein Slow Food-Pionier und widmet dem Produkt seiner Heimatgemeinde große Aufmerksamkeit und kämpft so gegen das Aussterben dieser regionalen Spezialität und konnte schon große Erfolge verbuchen. Die kleine Salamikuppel, Pitina, war immer schon seine große Leidenschaft. Mittlerweile produziert er einige tausend Kilogramm, die zum größten Teil in der näheren Umgebung ihre Abnehmer finden.

 

Bei den Zutaten hat Filippo Bier gegenüber früher wenig verändert. Er mischt ein circa 30 Prozent Schweinespeck hinzu. Damit wird der intensive Geschmack der verwendeten Fleischsorten ein wenig gemildert. Farb- und Konservierungsstoffe sind tabu. Rotwein, Gewürze, Pfeffer, Knoblauch und Salz und die richtige Räucherung bei niedriger Temperatur machen die gute Pitina aus.

 

Die Restaurants und Trattorien der Umgebung haben selbstverständlich Pitina und Pitinagerichte auf ihrer Speisekarte. Entweder als Vorspeise oder in verarbeiteter Form als erster Gang. In Cavasso Nuovo ist die Trattoria Ai Cacciatori von Daniele Corte ein Treffpunkt für Gourmets aus Italien, Österreich und Deutschland. Selbstverständlich hat Daniele Corte auch den passenden Wein aus dem Friaul dazu parat. Mehr Informationen zum Thema Restaurants und Lokale sowie jede Menge Videos finden Interessierte im Internetmagazin www.55plus-magazin.net. Eine kleine Schlussbemerkung: Das Webdesign des neuen Online-Magazins stammt von DI der Internetagentur.

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