Risikofaktoren des ADHS
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Redaktion 25.11.2010 |
ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätssyndrom und stellt die häufigste psychiatrische Erkrankung des Kindes- und Jugendalter da, die nach derzeitigen Schätzungen im deutschsprachigen Raum mehr als 60000 Kinder im schulpflichtigen Alter betrifft.
Die kleinen Patienten sind nicht in der Lage dem Unterrichtsstoff länger als einige Minuten zu folgen und beginnen dann durch das Klassenzimmer zu wandern, und die Lehrer mit lauten oft frechen Kommentaren zu unterbrechen. Während es in der Regel erst mit Eintritt in das Schulalter möglich ist ein ADHS zu diagnostizieren, existieren laut der University of Massachusetts zahlreiche Faktoren, welche es ermöglichen Kinder mit einem erhöhten ADHS Risiko noch vor dem Kindergartenalter zu identifizieren.
1. Die Kinder zeichnen sich im Vergleich zu ihren Altersgenossen durch deutlich erhöhte Aktivität aus und beanspruchen ihre Eltern besonders stark.
2. Es existieren weitere ADHS Patienten in der nahen Verwandtschaft des Kindes.
3. Gesundheitliche Probleme der Mutter in der Schwangerschaft aber auch Alkohol und Rauchen.
4. Schwerwiegende Geburtskomplikationen können zu kleinen Blutungen im Gehirn führen und das ADHS Risiko steigern.
5. Auch gesundheitliche Probleme im Säuglings und Kleinkindesalter verbunden mit einer verzögerten motorischen und sprachlichen Entwicklung. Insgesamt scheinen Anomalien in der Entwicklung des Gehirns hauptverantwortlich für die Entstehung von ADHS zu sein. Bei ADHS Patienten konnte eine abgeschwächte Hirntätigkeit in den vorderen Hirnabschnitten nachgewiesen werden, welche verantwortlich für Konzentrationsfähigkeit und Impulskontrolle sind. Rein soziale Faktoren wie schlechte Erziehung durch die Eltern sind zwar nicht ursächlich für die Entstehung eines ADHS, können jedoch seine Schwere und Dauer verstärken. Trotz zahlreicher Fortschritte der Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten ist das Wissen um die Entstehung von ADHS noch keineswegs vervollständigt.
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