Festgeld im Ausland
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Monika Weber 17.06.2009 |
Grundsätzlich hat jeder Sparer die Möglichkeit, sein Geld im Ausland als Festgeld anzulegen. Einige Länder bieten zudem besonders attraktive Zinsen, welche die aktuellen Zinssätze in Deutschland deutlich überschreiten.
Geldanlage außerhalb Deutschlands
Bei der Geldanlage außerhalb Deutschlands ist jedoch besonders auf die Sicherheit der Einlage zu achten. Während in Deutschland fast alle Geldhäuser zusätzlich zur gesetzlich geregelten Einlagensicherung einem weiteren Sicherungsfonds beigetreten sind und damit das gesamte Guthaben des Kunden bei einer Insolvenz der Bank geschützt ist, bestehen in einigen Ländern keine oder nur sehr eingeschränkte Schutzmechanismen. Der Sparer muss deswegen sowohl die geltenden Bestimmungen als auch, und dies vor allem dann, wenn kein ausreichender gesetzlicher oder freiwilliger Schutz besteht, die Bonität der von ihm gewählten Bank sorgfältig prüfen.
Festgeld-Anlage in einer anderen Währung
Wenn die Festgeld-Anlage in einer anderen Währung als dem Euro erfolgt, entstehen für die Überweisung des Geldes auf das ausländische Konto ebenso wie für dessen spätere Rückzahlung Transaktionskosten, welche den Gewinn schmälern. Daneben existiert ein Wechselkurs-Risiko, welches insgesamt bei ungünstiger Kursentwicklung zu Verlusten führen kann. Auf der anderen Seite besteht natürlich auch die Möglichkeit, dank einer Veränderung des Wechselkurses einen zusätzlichen Gewinn zu erzielen. Gerade Länder, in denen hohe Zinsen gewährt werden, bergen häufig die größten Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung ihres Wechselkurses.
Mindestanforderung für Anlagen
Die Schweiz ist zwar ein Land mit einem geringen Kursrisiko und durchaus hohen Zinssätzen, allerdings kommen Anlagen dort für die meisten Sparer aus Deutschland nicht in Frage, weil die meisten Schweizer Banken Gelder ausländischer Anleger erst ab einer Mindestsumme von 100 000 Schweizer Franken annehmen. Eine derartig hohe Mindestanforderung besteht für Anlagen in den meisten asiatischen Ländern nicht. Die Abwicklung ist durch das Internet einfach zu bewerkstelligen, sodass einige Angebote vor allem japanischer Banken reizvoll sind.
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