Werbung um Neukunden

Redaktion
08.03.2011
Werbung um Neukunden

Aktuell findet der Anleger auf Plakaten, in Zeitschriften sowie im Internet massiv Werbung von Geldinstituten, die besonders günstige Konditionen für Neukunden bei Festgeldern und Tagesgeldkonten anbieten. Im Vergleich mit dem regulären Angebot dieser Banken zeigt sich, dass die gewährten Zinssätze in den meisten Fällen um einen oder zwei Prozentpunkte nach oben abweichen. Damit sollen in erster Linie Kunden gewonnen werden, die bislang noch keine Geschäftsbeziehung mit dem entsprechenden Institut unterhalten.

Die Anbieter erwarten, die Anleger von der Leistungsfähigkeit ihrer Bank überzeugen zu können und sie somit langfristig als Kunden an sich zu binden, wobei sie weitere Produkte in der Regel aktiv anbieten. Inwieweit diese Erwartung sich erfüllt, ist aber unsicher, da derartige Angebote zunächst einmal die Menschen ansprechen, welche grundsätzlich nach dem für sie günstigsten Produkt suchen und dabei keine Scheu haben, den Anbieter auch bei der Bankverbindung zu wechseln. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Kundenkreis nach Ablauf der Sondervergütung nicht weiterhin mit seiner Einlage bei der entsprechenden Bank bleibt, sondern erneut ein Angebot für Neukunden, dann bei einer anderen Bank, in Anspruch nimmt, ist recht hoch.  

Verärgerung bei Bestandskunden

Die Angebote für Neukunden haben zudem in der Vergangenheit zu Verärgerung bei Bestandskunden geführt, die zwar keine Festgeld- oder Tagesgeldanlage bei der entsprechenden Bank hatten, dort jedoch ein Spar- oder Girokonto unterhielten. Auf die Häufung derartiger Verärgerungen haben die meisten Banken reagiert und bieten ihre Sonderkonditionen aktuell auch den Kunden an, die bislang andere als die beworbenen Anlageformen bei ihnen genutzt haben. Die in der Werbung bevorzugt anzutreffende Definition lautet, dass unter Neukunden alle Gelder zu verstehen sind, die bislang nicht oder lediglich auf einem Giro- oder gewöhnlichen Sparkonto bei der entsprechenden Bank angelegt waren.

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