Börsenbegriffe

Redaktion
22.03.2011
Börsenbegriffe

Dividendenpolitik Die Höhe der Gewinnausschüttung an die Aktionäre wird auf der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft jedes Jahr neu festgelegt. Die Geschäftsführung ist zumeist daran interessiert, die Dividende möglichst gering zu halten, die Aktionäre hingegen sind an einer hohen Gewinnbeteiligung interessiert. Die Vermittlung zwischen diesen unterschiedlichen Interessen wird als Dividendenpolitik bezeichnet.

Sie muss einerseits die gesetzlichen Bestimmungen und die Satzung der Aktiengesellschaft berücksichtigen und darf andererseits den künftigen Kapitalbedarf und die Erhaltung der Liquidität des Unternehmens nicht außer Acht lassen. Auch externe Kriterien kommen dabei ins Spiel: Ist die Dividende hoch, werden die Gewerkschaften möglicherweise mit höheren Lohnforderungen reagieren, ist sie zu niedrig, schauen sich die Aktionäre nach anderen Anlageformen um. In der Praxis hat sich die Politik der Dividendenkontinuität durchgesetzt. Das heißt, dass immer eine etwa gleich hohe Dividende ausgezahlt wird, auch dann, wenn der Jahresüberschuss der Gesellschaft stark schwankt.

Das kann allerdings auf Dauer zu einer Auszehrung der Substanz des Unternehmens führen und suggeriert darüber hinaus, dass die Aktie eine Rendite in festgelegter Höhe garantiert. Aktienrückkauf Wenn ein Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm ankündigt, reagieren die Börsianer meist zufrieden, oft sogar euphorisch. Was passiert, wenn eine Firma Aktienrückkäufe durchführt? Das Unternehmen kauft eigene Anteile über die Börse zurück, beispielsweise um innerhalb einer Schwächephase den Aktienkurs zu stützen. Aus der Sicht der Anleger erhöht sich der Wert der Aktie, weil die Zahl der umlaufenden Papiere abnimmt.

Auch der Unternehmensgewinn verteilt sich dadurch auf weniger Papiere. Die Folge: Der Gewinn je Aktie steigt an. Im Sinne des „Shareholder Value" ist der Aktienrückkauf ein nützliches Mittel, um den Unternehmenswert zu steigern. Deshalb reicht meist schon die Ankündigung eines Rückkaufprogramms für einen Kursanstieg. Neben der Steigerung des „Shareholder Value" gibt es noch andere Gründe für Aktienrückkäufe. Beispielsweise kann sich ein Unternehmen auf diese Weise vor unerwünschten feindlichen Übernahmen schützen. Darüber hinaus sind eigene Aktien auch ein wirksames Instrument zur Finanzierung, beispielsweise von Akquisitionen. Wichtig ist vor allem eines: Durch den Rückkauf eigener Aktien setzt das Unternehmen ein Signal und macht deutlich, dass es die künftige Entwicklung der eigenen Aktien positiv einschätzt.

Es gibt allerdings auch kritische Stimmen, die Aktienrückkaufprogramme als eine Art Notlösung sehen. Sie werfen dem Management Einfallslosigkeit vor, da es keine bes¬seren Investitionsmöglichkeiten findet. Namensaktie Von vielen Anlegern unbemerkt, änderten die meisten einheimischen Unternehmen ihre Aktien in den letzten Jahren von Inhaberaktien in Namensaktien. Was bedeutet dies für Aktionäre?

Im Gegensatz zur Inhaberaktie lautet die Namensaktie auf den Namen einer bestimmten natürlichen oder juristischen Person. Der Anleger wird als Eigentümer in das Aktienbuch der jeweiligen Gesellschaft eingetragen. In der Vergangenheit hatten vor allem Versicherungen Namensaktien ausgegeben. Unternehmen mit Namensaktien können aufgrund der Eintragung eine verdeckte feindliche Übernahme durch die Eintragungen im Aktienbuch früh erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Die Gesellschaften möchten zudem neben der Abwehr feindlicher Übernahmen auch den direkten Kontakt mit den Aktionären pflegen. Aufgrund des Eintrages in das Aktienbuch ist dies problemlos möglich. Durch die Eintragung wird aber auch registriert, wann ein Aktionär gekauft und verkauft hat.

Kommentare

[...] Dennoch stellt das Investment in Aktien im Durchschnitt der letzten 20-50 Jahre betrachtet mit Abstand die rentabelste Form aller Geldanlagen dar. Wenn man sich als Anleger über das grundsätzliche Risiko von Aktien bewusst ist und seine Strategie dementsprechend darauf ausrichtet, bietet die Geldanlage in Aktien auch einige Vorteile gegenüber mach anderen Finanzprodukten. Einer der Vorteile ist zum Beispiel die Tatsache, dass Aktien täglich und beinahe rund um die Uhr zu erwerben und auch zu verkaufen sind. Die Verfügbarkeit von Aktien ist also in der Regel äußerst hoch, was mitunter wichtig sein kann, wenn man einmal schnell liquide Mittel benötigt. [...]

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