Das Wichtigste zu einem Immobilienkredit
Immobilienkredite sind für Banken und Sparkassen ein sehr einträgliches Geschäft. Für den Kreditnehmer hingegen gilt es einiges zu beachten. Die wichtigsten Überlegungen sind:
Höhe des Immobilienkredits
Abhängig von der Höhe, Laufzeit und monatliche Tilgung müssen bei einem Immobilienkredit entsprechende Aufwendungen aus dem zur Verfügung stehendem Einkommen bestritten werden. Daher sollte bei der Aufnahme eines Immobilienkredits stets die Frage stehen: “Kann man sich solch einen Kredit leisten, ohne das man sich finanziell übernimmt?”
Eintrag ins Grundbuch
Jede Bank oder Sparkasse wird auf eine erstrangige Eintragung ihres Immobilienkredits bestehen. Erstrangig bedeutet, dass im Falle eines Verzugs zuerst die Bank ihr verliehenes Kapital vor allen anderen Gläubigern erhält. Die Eintragung des Immobilienkredits hat zwangsweise durch einen Notar zu erfolgen.
Prozentualer Anteil am Immobilienwert
Je höher der Prozentsatz an Fremdmitteln, des so größer die Macht des Geldgebers. Eine 100 % Finanzierung mittels Immobilienkredits sollte vermieden werden. Dabei obliegt es nach neuster Rechtsprechung den Banken auf diese Sorgfallspflicht zu achten. Daher gilt als Grundsatz: Je geringer die Fremdmittel, des so geringer das persönliche Risiko. Im Falle einer drohenden Zwangsversteigerung durch einen in Not geratenen Immobilienkredit hat der Kreditnehmer bei geringer Fremdbelastung stets die bessere Ausgangsposition.
Zinsfestschreibung: Unter diesem Stichwort wird ein unverrückbarer, auf einen bestimmten Zeitraum festgelegter Zinssatz verstanden. In Zeiten geringer Zinssätze für Immobilienkredite, beispielsweise innerhalb einer Wirtschaftsrezession, sind die Banken gehalten ihre Zinssätze zu senken, was zu deutlichen Vorteilen für den Kreditnehmer führt. Zinsfestschreibungen haben im Regelfalle eine Dauer von maximal 10 Jahren, bevor sie erneut verhandelt werden müssen.
Kreditlaufzeiten: Bei einem Immobilienkredit sind im Regelfalle langfristige Festlegungen mit Laufzeiten von bis zu 30 Jahren üblich. Für den Kreditnehmer bedeutet dies: Je länger die Laufzeiten um so geringer die monatliche Belastung. Diesem Vorteil stehen die langen Bindungsfristen gegenüber, denn niemand wird je eine solche Zeitspanne planen können.
Wer diese Tipps berücksichtigt und in seine Überlegungen einbezieht, wird sicher zu einer persönlich positiven Bilanz bei der Aufnahme eines Immobilienkredits kommen.
Mehr zum Thema Immobilienkredit finden Sie auch in unseren Rubriken Immobilienkredit und Baufinanzierung.
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