Die Gesundheitsreform und ihre Konsequenzen für die Zukunft der Krankenversicherung
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Redaktion 22.03.2011 |
Bei den neuesten Reformdebatten der Regierung über das Gesundheitswesen wurde endlich eine Einigung erzielt und die Einführung eines Gesundheitsfonds ab dem 1. Januar 2009 beschlossen. Diese Einigung der Koalitionsparteien klingt auf den ersten Blick erstmal vielversprechend aber was heißt das eigentlich, Gesundheitsfond?
Nachdem sich die Koalitionsparteien Monate lang herumgestritten hatten, ob sie nun die Kopfpauschale oder doch lieber die Bürgerversicherung einführen sollten, kam ein Dortmunder Wissenschaftler auf die glorreiche Idee, den streitenden Parteien einen Kompromissvorschlag zu unterbreiten. Dieser bestand darin, die jeweils guten Elemente der beiden Reformvorschläge in einem System unterzubringen. Und zwar sollte die belebende Wirkung der Kopfpauschale auf den Arbeitsmarkt mit der sozialen Gerechtigkeit der Bürgerversicherung verbunden werden.
Ein Vorschlag der, da er ja nun umgesetzt wird, durchaus einen Pokal verdient hat. Und zwar soll die ganze Sache folgender Maßen laufen. Die Reform wird in zwei Schritten von Statten gehen. Im ersten Schritt der Einführung dieser Gesundheitsreform wird ein so genannter Gesundheitsfond aus den Einnahmen der Beiträge zur Krankenversicherung gebildet. Die Beiträge bleiben vorerst vom Arbeitslohn abhängig, wobei aber für jeden der gleiche Beitragssatz gilt.
Jeder der in den Gesundheitsfond einzahlt, erhält einen Gutschein in Höhe der durchschnittlichen Einzahlung der Versicherten. Diesen kann er dann bei seiner gesetzlichen oder privaten Krankenkasse einlösen und sich versichern. Dazu bieten die Kassen Pauschalverträge an. Je nach dem ob die Pauschale höher oder niedriger als der Wert des Gutscheins ist, muss der Versicherte entsprechen zahlen oder er erhält Geld zurück. Demnach sollte jeder bestrebt sein eine möglichst effizient arbeitende Krankenkasse zu wählen.
Im zweiten Schritt der Reform wird dann der Gesundheitsfond in das Steuersystem integriert und die Einzahlungen dann nicht mehr aus Beiträgen sondern aus Steuern generiert. Insgesamt soll das ganze dazu führen, dass das Gesundheitssystem flexibler, effizienter und bezahlbarer für alle wird.
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Kommentare
[...] Seit dem Beschluss zur
[...] Seit dem Beschluss zur Gesundheitsreform muss sich jeder Bürger in Deutschland krankenversichern. Arbeitnehmer und Angestellte, die im Jahresdurchschnitt unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegen (2007 sind das brutto 47700 €) müssen sich in einer Gesetzlichen Krankenkasse versichern. In Deutschland gab es zu Beginn des Jahres 2007 noch 242 gesetzliche Krankenkassen, Tendenz sinkend. Hier sind etwa 85 % der Bevölkerung versichert. Der gesetzlich Krankenversicherte kann seine Krankenkasse frei wählen. Er muss allerdings mindestens 18 Monate in einer Kasse gewesen sein. [...]