Planung einer Baufinanzierung
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admin 20.10.2007 |
Eine gründliche und sachkundige Planung sollte Grundlage eines jeden Bauvorhabens sein, wobei der Baufinanzierung besondere Bedeutung zukommt. Ansonsten riskiert man finanzielle Verluste, die sich für so manchen Bauherren nur schwer verkraften lassen. Ansprechpartner sind dabei nicht nur die Berater der Hausbank oder Sparkasse, sondern auch die Fachleute von Hypotheken- bzw. Discountbanken oder von Versicherungsgesellschaften.
Wer sich erstmalig mit dem Thema Baufinanzierung beschäftigt, verliert leicht den Überblick, denn jeder Anbieter versucht den Bauwilligen davon zu überzeugen, dass sein Angebot eine günstige Immobilienfinanzierung darstellt. Deshalb ist es wichtig, einen objektiven Vergleich durchzuführen, wobei Effektivzins und die Höhe der Nebenkosten gute Kriterien zur Beurteilung sind. Oft wird dabei übersehen, dass sogar kleinste Differenzen bei der Höhe des Zinssatzes sich aufgrund der relativ hohen Kreditsumme letztlich durch Mehraufwand bzw. Ersparnis von mehreren hundert Euro bemerkbar machen. Laien sollten deshalb vom Anbieter einen detaillierten Tilgungsplan erstellen lassen, welcher sowohl alle bis zum Auslauf der Zinsbindung anfallenden Kosten beinhaltet als auch die dann noch verbleibende Restschuld angibt. Ob die Baufinanzierung billig ist, lässt sich - sofern die Tilgungsraten gleich hoch sind - mittels der verbleibenden Restschuld genau ersehen. Übrigens sind Nebenkosten im Effektivzinssatz nicht berücksichtigt, so dass einige Anbieter diese Möglichkeit zu Mehreinnahmen nutzen.
Bereitstellungszinsen, Teilzahlungszuschläge oder Schätzkosten sind lt. Preisangabenverordnung vorgeschriebene Kosten, die je nach Anbieter unterschiedlich berechnet werden. Möchte man keine unangenehmen Überraschungen erleben, empfiehlt es sich, um Angabe des Gesamteffektivzinssatzes zu bitten, welcher dann auch die Nebenkosten erfasst.
Derzeit sind die Zinsen auf dem Kapitalmarkt besonders niedrig, was dafür spricht, längere Zinsbindungsfristen zu vereinbaren. Dabei sollte man die individuellen Gegebenheiten in die Planung einbeziehen. Für junge Familien mit relativ bescheidenem Einkommen besteht die Möglichkeit, öffentliche Fördergelder zu erhalten, wodurch sich die Finanzierungskosten reduzieren lassen. Sie müssen jedoch vor Baubeginn beantragt werden.
Ob man besser die eine oder andere Baufinanzierungsvariante wählt, richtet sich danach, ob man eine schnelle Entschuldung wünscht - beispielsweise durch einen Bausparvertrag - und anfangs höhere Tilgungsbeiträge aufbringen kann, oder ob eher ein Versicherungsdarlehen vorzuziehen ist, welches günstiger ist, aber auch nur eine relativ niedrige Beleihung zulässt und somit oft eine zusätzliche Finanzierung erfordert. Gut überschaubar, dafür aber relativ unflexibel ist das Annuitätendarlehen, welches auch zu einer schnellen Entschuldung führt. Weiterhin sind zu nennen das Ratentilgungsdarlehen mit hoher Anfangsbelastung sowie das Darlehen mit ausgesetzter Tilgung, wobei hohe Prämien in einen Bausparvertrag oder eine Kapitallebensversicherung gezahlt werden.
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