Schiffsfinanzierung

admin
17.11.2007

Ein Schiff zu finanzieren ist nicht einfach, da ein sehr hoher Kapitalstock aufgebracht werden muss, um die Finanzierung zu stemmen. Doch Kaufleute haben sich schon vor mehreren hundert Jahren Lösungen für dieses Problem ausgedacht. Die Idee ist einfach: Man holt sich einfach (finanzstarke) Partner ins Boot. Das Schiff gehört also einer Gruppe von Personen, die damit jeweils eine Beteiligung, das heißt, eine Schiffsbeteiligung besitzen. Auch wenn sich die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Laufe der Zeit verändert haben, so ist das Konzept im Grunde genommen immer noch das Gleiche.

Schiffsbeteiligungen sind heutzutage Anteile an einer Beteiligungsgesellschaft. Diese Gesellschaft bildet in den meisten Fällen einen so genannten geschlossenen Fonds / Schiffsfonds. Geschlossen weil keine neuen Geldgeber mehr beitreten können sobald die Finanzierung des Schiffes steht. Auch der Ausstieg aus der Beteiligung ist nur mit deren Auflösung (Liquidation), sprich dem Verkauf des Schiffes möglich oder mit dem Verkauf der Beteiligung an eine andere Person. Im Gegensatz zu Investmentfonds nimmt die Beteiligungsgesellschaft während der Laufzeit keine Anteile zurück. Die Laufzeiten von Schiffsfonds können bis zu 25 Jahre betragen. Oft wird die geplante Laufzeit jedoch nicht erreicht, da ein Schiff bei günstiger Marktlage auch früher verkauft werden kann, wenn der Preis und damit die Rendite für die Anleger stimmt.

Die Rendite eines Schiffsfonds bzw. einer Schiffsbeteiligung während ihrer Laufzeit wird aus der Vermietung, im Fachjargon: Vercharterung, des Schiffes erzielt. Hier spielen die Nachfrage nach Transportkapazität im jeweiligen Marksegment, die Betriebs- und Verwaltungskosten eine wesentliche Rolle. Die Nachfrage nach Transportkapazitäten auf dem Seeweg ist in fast allen Marktsegmenten durch die steigende Globalisierung und den dadurch notwendigen Welthandel groß und auf absehbare Zeit gesichert. Dort wo die Nachfrage am größten ist sind die erzielbaren Charterraten am höchsten. Wenn dann noch die Betriebskosten und Verwaltungskosten des Schiffsfonds im Rahmen bleiben, ist eine gute Rendite für den Anleger zu erwarten. Mit Schiffsbeteiligungen können langfristig durchaus Renditen um die 10% p.a. erzielt werden und das auch nach Steuern. Die Besteuerung auf Erträge aus Schiffsfonds fällt aufgrund der in Deutschland geltenden Tonnagesteuerregelung nämlich äußerst gering aus.

Tags: Finanzierung, Schiffsbeteiligungen, Schiffsfonds, Schiff, geschlossene Fonds, Artikelverzeichnis
DCÜ

Autoreninformation

Bild des Benutzers admin

Biographie
Gründer von Artikelpark.de, dem freien Autorenverzeichnis.

mehr vom Autor

Bild, Autorenname und Anmeldedatum

Vorbei sind die Zeiten der reinen Offlinevermarktung von Immobilien, in denen der Vertrieb ausschließlich über Zeitungsinserate,...
Fortis Credit4me ist ein Tochterunternehmen der Fortis Gruppe und baut in Deutschland das Privatkundengeschäft kontinuierlich aus.
Fazit und Bezug zum Seminar Lecher und Witte scheint es gelungen zu sein, mit FORMOD und PROMOD zwei Moderationstechniken zu entwickeln,...
Bei Führung erkennen etliche Abteilungsleiter nur das nachfolgende: „Ich muss unsere Mitarbeiter begeistern, um ein vorgegebenes Ergebnis...

lesen Sie weiter

neue Beiträge

lesen Sie weiter