Strategie der wert-orientierten Kapitalanlage
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admin 07.04.2007 |
Sobald an der Börse Unternehmen fusionieren oder übernommen werden, kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, um den fairen Wert einer Firma zu bestimmen. Gängige Verfahren sind beispielsweise das Diskont-Cashflow-Modell (DCF) oder die Sum-of-the-Parts (Summe aller Teile) Methode. Sofern man diese Verfahrensweisen vernünftig anwendet, erhält man Unternehmenswerte, die von Käufern und Verkäufern gleichermaßen als Verhandlungsbasis akzeptiert werden.
Die selbe Konzeption kommt bei der wert-orientierten Kapitalanlage zu Anwendung. Die entsprechende Anlagestrategie - das sogenannte Value Investing - geht auf den Beginn der 1930er Jahre zurück, als Benjamin Graham gemeinsam mit seinem Co-Autor David Dodd das Buch Security Analysis herausgab. Der darin vermittelte Grundgedanke war der Kauf von Aktien, die an der Börse unter ihrem tatsächlichen Wert gehandelt werden. Danach muss der Anleger nur noch abwarten, bis dieser Abschlag im Laufe der Zeit beseitigt wird.
Eine solche Strategie setzt in erster Linie Geduld voraus, da die mit diesem Vorgehen getätigten Investitionen langfristig sind. Beträgt der Abschlag zum fairen Wert einer Aktie beispielsweise 30% und die Börse benötigt zur Korrektur dieser Unterbewertung einen Zeitraum von drei Jahren, so ergibt sich für den Investor eine durchschnittliche Rendite von 12,6% p.A.. Sofern der Abschlag zum tatsächlichen Wert aber erst nach fünf Jahren beseitigt wird, sinkt die durchschnittliche jährliche Anlagerendite auf 7,4% ab. Aus diesem Zusammenhang lässt sich erkennen, dass der Valueanleger in zunehmendem Maße profitiert, je stärker die Börse in die eine oder andere Richtung übertreibt.
Der weltweit erfolgreichste Investor Warren Buffett sagte einmal, dass er während des Marktrückgangs zu Beginn der 1970er Jahre regelrechte Freudentänze aufgeführt habe, nachdem er sah, zu welch irrational tiefen Kursen er Aktien erstklassiger Unternehmen kaufen konnte. Warren Buffett war zu jener Zeit völlig klar, dass ihm die damaligen Börsenkurse enorme Gewinnchancen ermöglichten. Eine seiner bekanntesten Beteiligungen ist die Washington Post Company, in deren Aktien er 1973 eine Gesamtsumme von 10,6 Millionen Dollar investierte. Diese Anteile besitzt er heute noch. Per Ende 2006 hatte sein Investment in die Washington Post einen Marktwert von knapp 1,3 Milliarden Dollar. Die damit erzielte jährliche Rendite liegt bei über 15% zuzüglich den erhaltenen Dividendeneinnahmen.
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