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Ein Investmentfonds bündelt die Kundengelder zur Anlage und versieht diese mit einem professionellen Management und mit den notwendigen Instrumentarien zur Verwaltung. Durch den einmaligen oder regelmäßigen Kauf von Fondsanteilen erwirbt der Anleger Miteigentum am Fondsvermögen. Dieses Fondsvermögen ist in Deutschland ein Sondervermögen. Gesetzliche Regelungen dazu sind im Investmentgesetz – InvG – festgeschrieben. Durch das Fondskonzept
kann der Anleger schon mit sehr kleinen oder kleineren freien Mitteln die
Vorteile einer Anlage in Aktien genießen bzw. sein Geld auf verschiedene
Anlageschwerpunkte verteilen. Es gibt aber Möglichkeiten, den Ausgabeaufschlag nicht zahlen zu müssen: bei Direktbanken, wie der Comdirect, DAB Bank, ING Direkt Bank oder 1822 (die Direktbank der Fankfurter Sparkasse) können die meisten Aktienfonds ohne Ausgabeaufschlag erworben werden. Durch die Eröffnung eines Depots bei einer der Direktbanken ist es also möglich, viel Geld zu sparen. Bei einer Anlagen von beispielsweise 10.000 Euro wären dies 500 Euro. Anlageschwerpunkte der AktienfondsAktienfonds können eingeteilt werden nach dem territorialen Bereich, als Beispiel seien Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Deutsche Aktien oder japanische Aktien genannt. Eine weitere Klassifizierung ist nach den Branchen möglich und sinnvoll, so kann man in Standartwerten oder Telekommunikationsaktien angelegt werden. Weiterhin gibt es Fondskonzepte, die verschiedene Indizes nachbilden – die Indexfonds. Eine Anlage in Aktienfonds ist immer eine langfristige Anlage, der zeitliche Rahmen, von Fondsexperten als Anlagehorizont bezeichnet, ist mit 7 bis 10 Jahren gegeben. Dabei ist zu beachten, dass Aktienfonds genau wie die Aktien selbst, einem Auf und Ab unterworfen sind. Positiv auch auf eine Anlage in Aktienfonds wirkt sich aus, wenn der Anleger selbst Interesse an den Mechanismen und Tendenzen der Börsen besitzt und bei Bedarf auf die Hilfe eines professionellen Beraters zurückgreifen kann, der möglichst unabhängig sein sollte. Dies kann durch Maßnahmen wie Gewinnmitnahmen oder Umschichtungen durchaus eine Steigerung der Anlagerendite ergeben. Cost Average EffektSehr sinnvoll ist es, die Vorteile des monatlichen Ansparens in Aktienfonds durch den Cost-Average-Effekt zu nutzen. Davon ausgehen, dass Aktien - und damit auch die Aktienfonds - langfristig steigen, kann man durch die monatliche Ansparung in schlechten Börsenzeiten eine zusätzliche Rendite erwirtschaften. Staatliche Vergünstigungen können Arbeitnehmer durch die Nutzung von Vermögenswirksamen Leistungen und Riester-Produkten mit Fonds unter bestimmten Voraussetzungen in Anspruch nehmen. Steuerlich gesehen sind, unter der Voraussetzung der Einhaltung bestimmter Bedingungen, Spekulationsgewinne nach aktuelle Gesetzeslage nach einer Haltedauer von 1 Jahr steuerfrei. Dies wird sich aufgrund der Steuerreform ab dem 01.01.2009 grundlegend ändern. Kosten der AktienfondsIn einem Aktienfond entstehen auf verschiedene Art und Weise Kosten. Angefangen beim Manager des Fonds, hin zu Buchhaltungskosten, Kosten durch den Handel mit Aktien bis zu den sonstigen Betriebskosten. Seit 2004 ist es in Deutschland vorgeschrieben, diese Zahl zu veröffentlichen. Total Expense Ratio - so die Bezeichnung - beinhaltet die meisten im Aktienfond verursachten Kosten. Leider werden in Deutschland die Kosten für den Kauf und Verkauf der Aktien nicht mit eingerechnet. Das Total Expense Ratio, kurz TER, sagt in Prozent aus, wie hoch die Kosten sind. Meistens belaufen sich diese auf 1-3 Prozent. Dies bedeutet, dass 1-3 Prozent des angelegten Geldes für die Verwaltung des Fonds verwendet werden. Sollte der Aktienfond also keinerlei Gewinne machen, so verringert sich Ihr Vermögen um die 1-3 Prozent.
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