Die Kunst zu rahmen – Anpassung an die Einrichtung

Redaktion
26.11.2010

Trotz aller Tipps für eine gelungene Rahmung eines Kunstwerks, die durch das Bild in Farbe und Stil vorgegeben werden, sind diese natürlich unbrauchbar, wenn die optimale Rahmung zum Bild gefunden wurde, diese aber überhaupt nicht mit der Einrichtung in Einklang zu bringen sind.

 

So spielen zum einen natürlich das Mobiliar und die vorhandenen Platzverhältnisse eine Rolle. Was befindet sich sonst noch an der Wand, an der das Bild präsentiert werden soll? Sind vielleicht schon andere Bilder vorhanden? Verfügen sie alle über Bilderrahmen im gleichen Stil oder handelt es sich um eine bunt zusammengewürfelte Mischung?

Wenn man etwa verschiedene Künstler aus der klassischen Moderne miteinander kombiniert, wie etwa Künstler des Expressionismus in Deutschland, wäre es ratsam, sich bei der Gesamtpräsentation für einen Stil zu entscheiden. In diesem speziellen Falle bieten sich ebenso schlichte Metallleisten an, die auf die jeweiligen Bildfarben dezent Bezug nehmen, wie auch profilierte, mit dezenten Ornamenten versehene Leisten mit einer goldenen Lasur, die die verschiedenen Künstler als zusammenhängend ausweisen.

Hat man jedoch eine große bzw. breite Wandfläche zur Verfügung, etwa über einem Sofa, kann man wunderbar eine Präsentation wählen, die nur einen einzigen Kunstdruck inszeniert. In diesem Fall kann man sozusagen „aus den Vollen schöpfen“, sofern der Stil des Bildes dies erlaubt. Der Phantasie sind bei der Rahmung dann keine Grenzen gesetzt.

 

Denn wenn ausreichend Wandfläche vorhanden ist, ist die Anpassung an den Stil des Mobiliars nicht so wesentlich. Vielmehr bietet es sich an, durch gezielte Kontraste Akzente zu setzen. So kann man etwa einen Kunstdruck des italienischen Renaissance-Künstlers Michelangelo, etwa einem Motiv aus der Sixtinischen Kapelle, mit wunderbar üppig goldenem Rahmen mit aufwändigen, breitem Profil inszenieren.

Oder aber man wählt eine der Leichtigkeit ausstrahlenden Kompositionen des Malers Marc Chagall, wie etwa das Bild „Die Bucht der Engel“, die mit einem Glaspassepartout versehen werden kann. Denn durch diese besondere Form der Rahmung bzw. des Passepartourierens wird die Wand in die Bildinszenierung mit einbezogen, auf der das Bild wiederum zu schweben scheint.

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