Wie richte ich mir eine Werkstatt ein?

Redaktion
09.03.2011
Wie richte ich mir eine Werkstatt ein?

Eine eigene Heimwerkstätte oder eine Hobbywerkstatt ist der Traum vieler Bastler und handwerklich Begabter, die sich in den passenden Räumlichkeiten verwirklichen und ihre Freizeit verbringen können. In den meisten Fällen werden entweder leerstehende Schuppen, Kellerbereiche oder Gartenhäuser für diesen Zweck genutzt.

Voraussetzungen für eine Werkstatt

Eine Räumlichkeit kann erst dann als Werkstatt genutzt werden, wenn sie bestimmten baulichen und technischen Anforderungen entspricht. Sie sollte natürlich gut begehbar und abschließbar sein. Um auch schwere Werkstattgeräte und Maschinen standsicher aufbauen zu können, sollte der Fußboden gleichmäßig und belastbar sein, am besten aus Beton oder schweren Holzdielen bestehen.
Eine Beleuchtung sowie möglichst blendfreie Lichtstrahler sind die Grundlage für ein gutes Licht. Die dafür benötigten elektrischen Anschlüsse müssen den sicherheitstechnischen Vorschriften entsprechen und möglichst für Außenräume geeignet sein. Wenn Hobbybastler rund um das ganze Jahr in ihrer Werkstatt arbeiten möchten, dann sind wärmegebende Heizeinrichtungen von Vorteil. In Kellerräumen können beispielsweise mobile Heizkörper verwendet werden. Diese eignen sich ebenfalls für Gartenhäuser und Werkstattlauben.
Bezogen auf die bauliche Seite einer Werkstatt ist es ratsam, einen Raum auszusuchen, der genügend Platz bietet, um auch umfangreiche Arbeiten durchführen zu können und teilweise als Lagerraum und zusätzliche Unterstellmöglichkeit dienen kann. Optimal ist es, wenn neben der elektrischen Ausstattung gleichsam ein Wasseranschluss vorhanden ist. Dies erleichtert das Ausführen verschiedener Arbeiten ganz wesentlich.
Grundsätzlich richtet sich die Ausrüstung einer Heimwerkstatt immer danach, welche Tätigkeiten ausgeführt werden sollen. Empfehlungen gehen dahin, dass zur Grundausrüstung einer Hobbywerkstatt eine gute Hobelbank, ein sicherer Schraubstock, ein Arbeitstisch und ein Werkzeugschrank gehören. Darüber hinaus erleichtern Utensilien wie eine Schutzausrüstung für gefährliche Arbeiten, eine Kiste für die Werkzeugaufnahme bei Außenarbeiten, diverse Maschinen und Werkzeuge die Tätigkeiten. Diese sollten sicher aufbewahrt in einer Heimwerkstatt zu finden sein.

Einrichtungsgegenstände für eine Werkstatt

Um in einer Werkstatt arbeiten zu können, werden sowohl Maschinen und Geräte als auch Vorrichtungen und entsprechender Stauraum für Werkzeuge, Materialien und andere Hilfsmittel benötigt. Diese Unterbringungsmöglichkeiten sollten übersichtlich gestaltet sein, indem ausreichend Schubfächer und Sortiermöglichkeiten vorhanden sind.
Der Mittelpunkt einer Werkstatt ist ein Arbeitstisch. Dieser kann unterschiedlich gestaltet werden, sollte jedoch robust und tragfähig sein. In den meisten Fällen befinden sich auf dem Arbeitstisch fest installierte Vorrichtungen, wie ein Schraubstock, diverse Tischbohrmaschinen oder spezielle Einspanneinrichtungen. Vorteilhaft ist es, wenn der Werkstatttisch ebenfalls ergonomischen Anforderungen gerecht wird und auch darunter umfangreicher Stauraum vorhanden ist. Neuartige Werkbänke, die vorwiegend aus dem Fachhandel stammen, besitzen genau die richtige Ausstattung, die ein Heimwerker benötigt. Praktisch sind insbesondere für Hobbywerkstätten die Werkstatteinrichtungen, die als modulartige Systeme gefertigt sind. Diese ermöglichen eine raumbezogene Einrichtung und können nach Bedarf erweitert werden. Die Systeme beinhalten sowohl Werkbänke und Werkstatttische als auch diverse Rollcontainer und Beistelltische. Die Fertigungsmaterialien für diese Einrichtungsgegenstände sind überwiegend Stahlbleche. In vielen Fällen haben sich darüber hinaus Werkstatteinrichtungen aus massivem Holz bewährt.


Günstig ist es, wenn sich in der Werkstatt belastbare Regale befinden, die nicht nur Werkzeuge und andere wichtige Utensilien, sondern schwere Gegenstände wie Autoreifen, Bretter oder Metallteile tragen sollten.
Was wäre ein echter Heimwerker ohne hochwertige und leistungsfähige Maschinen. Wer sich intensiv in seiner Heimwerkstatt beschäftigt und diese in der Zukunft weiter nutzen möchte, sollte auf qualitativ ausgezeichnete Werkzeugmaschinen und Werkzeuge achten. Diese werden in der Regel von verschiedenen Markenherstellern angeboten.

Der Werkzeugschrank

Werkzeugschränke bieten umfangreichen Stauraum und ermöglichen eine übersichtliche Ordnung. Je kompakter die Schränke sind, desto weniger Platz benötigen sie. Dennoch bieten innovative Werkstattschränke einen extrem großen Stauraum.
An erster Stelle bei der Auswahl eines oder mehrerer Werkstattschränke stehen dessen Stabilität und Belastbarkeit. Dies gilt für den Schrankkörper als auch für die Türen und Böden. Schubladen und Fächer sollten ebenfalls tragfähig sein und das Gewicht schwerer Materialien und Hilfsmittel aushalten.
Eine Sicherheit gegen die unbefugte Entnahme von Werkzeugen und Hilfsmitteln ermöglicht eine Abschließbarkeit.
Werkzeugschränke müssen nicht immer auf dem Fußboden stehen. Viele Modelle lassen sich platzsparend an den Wänden befestigen und besitzen sogenannte Lochwände, an denen eine Vielzahl von Werkzeugen fixiert werden kann. Diese Wandschränke sind genauso sinnvoll wie die offenen Regale.
Wer in seiner Werkstatt mobil sein möchte und genügend Platz hat, dem kann ein mobiler Werkstattwagen empfohlen werden.

Sicherheit in der Werkstatt

Da in einer Hobbywerkstatt nicht nur mit dem Schraubendreher und mit der Zange gearbeitet wird und der Einsatz teilweise gefahrenbeladener Maschinen und Chemikalien zum Alltag gehören, ist der Arbeitsschutz eine grundlegende Forderung, die bereits bei der Einrichtung einer Werkstatt berücksichtigt werden muss.
Bei Hobbyarbeiten mit Holz entstehen Stäube, die so fein sind, dass sie die Atemwege beeinträchtigen können. Dies gilt ebenfalls für den Umgang mit aggressiven Farben, Lacken und anderen chemischen Stoffen, die darüber hinaus ätzend sind. Aus diesem Grund ist es im Rahmen des Gesundheitsschutzes notwendig, eine Hobbywerkstatt mit den entsprechenden Belüftungsvorrichtungen auszustatten. Neben einem Fenster kann dies je nach baulichen Voraussetzungen eine Absauganlage sein. Generell gehören Schutzbrillen und Handschuhe in eine Werkstatt, um verschiedene Arbeiten mit Maschinen oder Chemikalien ausführen zu können. Das Arbeiten mit stark ätzenden Säuren und Laugen wird ebenfalls mit entsprechenden Schutzutensilien durchgeführt und ins Freie verlagert. Eine Ecke in der Hobbywerkstatt sollte für die Unterbringung von Arbeitsschutzschuhen oder festen Schuhen vorgesehen sein.

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