Wie lange dauert eine Katzengeburt?
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Victoriah Szirmai 14.03.2011 |
Wie lange dauert eine Katzengeburt?, mag sich so mancher Samtpfotenbesitzer fragen, wenn seine Kätzin in den Wehen liegt. Nach ca. dreiundsechzig bis siebzig Tagen der Trächtigkeit ist es soweit, die Geburt beginnt. Der versierte Katzenbesitzer hat vorgesorgt, dass die Katze sich nicht in eine für den Menschen ungünstig zu erreichende Wurfhöhle zurückzieht. Vielmehr hat er ihr an einem ruhigen Platz in der Wohnung eine Wurfkiste zugewiesen, beispielsweise einen Wäschekorb, Transportkäfig oder sehr stabilen Pappkarton, der mit einer festen Schaumstoffunterlage und sauberen Tüchern ausgestattet ist. Ist die Katze eine Erstgebärende, sollte sie bereits an die Wurfkiste gewöhnt werden, bevor es ernst wird. Steht eine Wochenendgeburt ins Haus, sollte die Erreichbarkeit des Tierarztes schon vorher gesichert sein.
Erfahrene Katzenhalter begleiten die Geburt allein. Nachdem die notwendigen Utensilien bereitgelegt sind, beginnt die Zeit des Wartens. Man weiß, dass die Geburt demnächst bevorsteht, wenn die Katze schnurrend in der Kiste liegt, wenn ihr Mensch daneben sitzt und ihr den Bauch streichelt. Verlässt er hingegen das Zimmer, maunzt sie aufgeregt und folgt ihm. Dort beginnt sie nach einem Wurfplatz zu suchen und fängt ganz entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit an, andere Katzen wie beispielsweise den auch im Haushalt lebenden Kastraten oder die jüngere Rivalin, zu putzen und zu umsorgen. Dass die Geburt unmittelbar bevorsteht, zeigt die Katze nach einer Reihe von Fehlalarmen körperlich an: Die Milchleisten schwellen an und Kolostralmilch tritt aus, erste Schleimabsonderungen zeigen sich. Dies geschieht in der Regel ein bis zwei Tage vor der tatsächlichen Geburt. Vierundzwanzig Stunden vor der Geburt sinkt die Körpertemperatur der Katze, die normalerweise 38,6 Grad beträgt, um ein Grad ab.
Im Normalfall bewältigt eine Katze eine Geburt ohne Hilfe von außen. Die Rolle des Menschen, der sich bang fragt, „Wie lange dauert eine Katzengeburt?“, kann auf guten Zuspruch begrenzt werden. Es ist soweit, die Senkwehen setzen ein. Die Katze möchte den Menschen in ihrer Nähe wissen, den sie vorher als Hebamme bestimmt hat. Ihre Atmung wird schneller, die ersten Wehen sind noch angedeutet, werden aber bald von deutlichen Kontraktionen des Hinterleibes abgelöst. Die Katze pendelt zwischen Wurfkiste und Katzenklo. Bei Erstgebärenden kann sich diese Phase über mehrere Stunden hinziehen. Der Mensch sollte ein Auge darauf haben, dass die Katzenwelpen nicht auf der Toilette geboren werden.
Es folgen die Presswehen. Jetzt dauert es zwischen einer und dreißig Minuten, bis ein Welpe geboren ist. Bei manchen Katzen dauert es ein bis zwei Stunden, bis alle Jungtiere geboren sind, manche werfen im Minutentakt, sodass sie mit dem Abnabeln kaum hinterherkommen. Länger als zwei Stunden sollten Presswehen jedoch nicht dauern, dies wäre ein Zeichen für Komplikationen.
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