So schaffe ich es, dass meine Kinder nicht so viel fernsehen

Oliver Treffkorn
26.12.2010
So schaffe ich es, dass meine Kinder nicht so viel fernsehen

Das Fernsehen ist längst das beherrschende Alltagsmedium und somit auch aus dem Leben unserer Kinder nicht mehr wegzudenken. Auch wenn die Meinungen selbst unter Wissenschaftlern und Pädagogen auseinander gehen, ab welchem Alter wie viel ferngesehen werden darf, besteht doch Einigkeit darüber, dass eine Reduzierung des Konsums sinnvoll ist. Kinder, die sich in ihrer Freizeit hauptsächlich berieseln lassen, leiden im Durchschnitt häufiger an Übergewicht, haben eine geminderte Intelligenz und verfügen über deutlich weniger Sozialkontakte.

So schaffe ich es, dass meine Kinder nicht so viel fernsehen

Prinzipiell ist gegen einen relativ entspannten Umgang mit dem Thema nichts einzuwenden. Völlige Verbote schießen meist über das Ziel hinaus - und bewirken damit das Gegenteil. Wird einem Kind das Fernsehen komplett versagt, wird dieses bald eigene Wege finden, sich seine Lieblingssendungen anzuschauen. Findet das Fernsehen dann aber heimlich statt, ist es jeder elterlichen Kontrolle und Einflussnahme entzogen.



Doch gerade Ihre Einflussnahme ist die zentrale Voraussetzung, um dem eigenen Nachwuchs einen bewussten Umgang mit seinen Sehgewohnheiten zu ermöglichen. Wichtig ist dabei zunächst, dass Sie über die bevorzugten Sendung Ihres Kindes auf dem Laufenden sind, um gegebenenfalls auf eine altersgerechte Programmauswahl hinwirken zu können.



Zudem sollten genaue Absprachen getroffen werden, in welchem Umfang und zu welchen Zeiten auf die Flimmerkiste zurückgegriffen werden darf. Seien Sie hier nicht überrascht, wenn Ihr Kind darauf beharrt, dass seine Freunde viel länger und unkontrollierter fernsehen dürfen, als dies Ihren Vorstellungen entspricht. Dabei handelt es sich um eine Legende, die auf ihre familieneigenen Regeln keinerlei Einfluss ausüben sollte.



Mit der zeitlichen und inhaltlichen Kontrolle allein ist es jedoch nicht getan: Bieten Sie attraktive Alternativen, mit denen das eintönige Fernsehprogramm nicht mithalten kann. Ein gemeinsamer Ausflug stärkt das Familienleben dabei ebenso wie ein gemütlicher Spieleabend auf der Couch.

Das Wichtigste zum Schluss

Eltern werden von ihren Kindern stets als Vorbilder wahrgenommen. Deshalb übt das eigene Verhalten einen größeren Einfluss aus als jede Ermahnung. Verzichten Sie selbst gelegentlich auf das allabendliche Fernseh-Ritual, wird dies auf Ihre Kinder nicht ohne Wirkung bleiben.

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