Solarium: mögliche Gefahren für die Haut
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Redaktion 06.12.2010 |
Der Gang ins Solarium gehört für viele Menschen, vor allem junge Leute, zu einer wöchentlichen Routine. Die warme UV-Bestrahlung und leicht Bräune sind aus kosmetischen Gründen auch dann gewollt und gefragt, wenn draußen keine Sonne scheint.
Die Gefahren, welche für die Haut entstehen, werden dabei allzu leicht unterschätzt.
Die Gefahren der UV-Bestrahlung
Die UV-A und UV-B Strahlen, welche in Solarien eingesetzt werden, kommen natürlicherweise auch in den Sonnenstrahlen vor. Sie sorgen dafür, dass sich unsere Haut dunkel verfärbt. Die Strahlen dringen dabei jedoch tief in die Hautschichten ein und können dort Schäden anrichten.
Eine zu starke oder zu häufige UV-Bestrahlung führt erstens zu Sonnenbrand und kann zweitens Zellstrukturen der Haut zerstören. Dadurch kann die Haut stellenweise so stark verändert werden, so dass Hautkrebs entstehen kann. In Solarien ist die UV-Bestrahlung um ein vielfaches stärker als die Strahlung in der Sonne. Ein ungeschütztes Sonnenbaden unter der Bank lässt somit die Haut schneller altern und birgt eine deutlich erhöhte Hautkrebsgefahr.
Die Dosis macht das Gift
Hautkrebs und Zellschäden entstehen meistens erst dann, wenn die Hautschichten durch die Strahlung beschädigt oder zerstört werden. Dies geschieht nicht sofort, sondern bei zu langen oder zu häufigen Solariumbesuchen. Eine leichte Bestrahlung kann sich sogar positiv auf den Gemütszustand auswirken und wird bei bestimmten Erkrankungen empfohlen. Im Allgemeinen kann jedoch gesagt werden, dass die starke Strahlung, welche in Solarien verwendet wird, die Haut belastet. Jugendlich unter 18 Jahren sollten aufgrund der anfälligeren Hautschichten komplett auf das Solarium verzichten. Zudem sollten die Besuche im Sommer bei häufigem Aufenthalt unter der Sonne eingestellt werden.
Kriterien für sichere Solarien
Aus Sicherheitsgründen sollte man nicht jedes beliebige Solarium aufsuchen. In jedem Fall sollte der Betrieb mindestens einen qualifizierten Mitarbeiter vor Ort haben, der die Kunden auf die Gefahren hinweist, sich nach Hautproblemen erkundigt und den Hauttyp sowie die Bräunungszeit bestimmt. Des Weiteren sollten unbedingt lichtundurchlässige Schutzbrillen mitgegeben werden, die während des Sonnenbadens getragen werden müssen.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist das BfS-Gütesiegel, welche viele zertifizierte Sonnenstudios tragen. Die Bräunungsgeräte selbst sollten mit der Aufschrift 0,3 W/m2, sowie einem Warnhinweis gekennzeichnet sein. Zudem sollte das Gerät nach der maximalen Bestrahlungsdauer automatisch abschalten. Ein Sonnenbrand sollte unbedingt vermieden werden, daher ist eine zu starke Strahlung, ebenso wie nasse Haut, zu vermeiden. Eine schnelle Bräune lässt sich kaum erreichen und hat meistens nur Verbrennungen zur Folge. Kurze Sonnenbäder über einen längeren Zeitraum sind effektiver und sicherer.
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