Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Redaktion
02.03.2011
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Kaum einem Arbeitnehmer ist es heutzutage zu gönnen, über einen längeren Zeitraum wegen einer schweren Erkrankung von seinem Arbeitsplatz fernbleiben zu müssen. Die Lage auf dem Finanzmarkt und die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz sind nicht selten der Grund dafür, dass der Krankheitsfall möglichst lange herausgezögert wird und über eine möglichst kurze Dauer erfolgen soll.

Wenn es die Lebenssituation mit sich bringt und beispielsweise durch eine schwere Infektion über mehrere Wochen oder sogar Monate hinweg nicht mehr der Arbeit in gewohner Weise nachgekommen werden kann, wird der dauerhafte Ausfall auch finanziell zu einem Problem. Vielen Arbeitnehmer ist an dieser Stelle nicht bewusst, wie lange die gesetzliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall überhaupt dauert und welche Maßnahmen hiernach zu treffen sind.

Bis zu sechs Wochen Gehalt in gewohnter Weise erhalten

Der gesetzliche Rahmen für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall beträgt einen Zeitraum von sechs Wochen. Über dieses Zeitraum hinweg kann ein Arbeitnehmer seinem Arbeitsplatz fernbleiben, ohne dass dies eine Auswirkung auf die Fortzahlung seines Gehaltes hat. Sollte ein engeres Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bestehen oder ein spezieller Tarifvertrag eine besondere Begünstigung der Arbeitskräfte vorsehen, können sich Branchen oder einzelne Betriebe auch auf einen längeren Zeitraum verständigen.

Dies gibt dem Arbeitnehmer auch bei längeren Krankheitsphasen eine finanzielle Sicherheit, ist jedoch in der Praxis heutzutage kaum mehr anzutreffen. Sollten die sechs Wochen verstrichen sein, ist der Arbeitgeber nicht mehr darauf angewiesen, das Gehalt in gewohnter Weise auszuzahlen. Der Anspruch auf die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall besteht dabei übrigens nicht nur bei voll angestellten Arbeitskräften, sondern auch bei studentischen Arbeiten oder Mini-Jobs auf 400-Euro-Basis.

Privater Zusatzschutz nicht selten sinnvoll

Da nicht selten Erwerbstätige vor einer monatelangen Krankheit fürchten und sich neben den gesundheitlichen hierbei vor allem auch finanzielle Sorgen machen, kann es in vielen Fällen empfehlenswert sein, sich nicht alleine nur auf die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen des Arbeitgebers zu verlassen. Viele Versicherer bieten ergänzend Leistungen für die entsprechende Situation an, die entweder die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber finanziell noch einmal aufstocken kann oder nach der abgelaufenen Frist von sechs Wochen weitere, finanzielle Leistungen zusichert.

Grundsätzlich sollte jeder Arbeitnehmer anhand seiner gesundheitlichen und finanziellen Konstitution entscheiden, ob er sich eine Ergänzung seiner Lohnfortzahlung wünscht.

Autoreninformation

Bild des Benutzers Redaktion

mehr vom Autor

Bild, Autorenname und Anmeldedatum

Die Bahn geht an die Börse. Für private Anleger ist beim Börsengang zunächst nur eine eher geringe Anzahl an Aktien vorgesehen, wobei...
Ein Artikelverzeichnis sollte suchmaschinenoptimiert entwickelt und schlank sowie übersichtlich gehalten sein. Der Quellcode eines...
Ein Darlehen für die Weiterbildung erhöht die beruflichen Chancen, steigert aber auch das Risiko der persönlichen Verschuldung. Deshalb...
Seit Ende Juni 2007 ist das Apple iPhone in den Vereinigten Staaten am Start und wird grösstenteils als Revolution und Sensation am Handy-...

lesen Sie weiter

  • admin
    Eine noch recht unbekannte Form der Geldanlage sind die so genannten Exchange Traded Funds, die auch kurz als ETFs oder...
    29.05.2009
  • Eva Klassen
    Sie ist rau und stürmisch und gleichzeitig bekannt für ihre gesundheitsfördernde Wirkung. Sie ist eigensinnig und...
    04.03.2011
  • Redaktion
    Eine weitere Distribution von Linux ist Debian. Enthalten sind im Paket wie bei Linux Abos natürlich das Betriebssystem...
    23.09.2007
  • Eva Klassen
    Es ist Sommer - spontan sehnt man sich an den Strand. Es ist Winter - Körper und Seele dürsten nach milden Temperaturen...
    24.03.2011
  • Oliver Treffkorn
    Die italienische Küche erfreut sich nicht nur bei Kindern größter Beliebtheit. Nudelgerichte jeglicher Art sind schnell...
    11.03.2011

neue Beiträge

lesen Sie weiter