Chlamydien
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admin 20.12.2011 |
Chlamydienerkrankungen zählen zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Die kugelförmigen Bakterien verursachen Erkrankungen der Schleimhäute und nisten sich in Genitalien, Atemwegen und Augen ein. Heimtückisch ist, dass Symptome einer Infektion kaum auftreten. Häufig werden Symptome erst einige Jahre später bemerkt, so besteht die Gefahr im Laufe der Zeit weitere Personen anzustecken, ebenfalls ohne dass sie es wissen. Durch eine Chlamyidieninfektion kann es bei beiden Geschlechtern zu Unfruchtbarkeit kommen, bei Schwangeren zu Schäden am ungeborenen Kind oder gar zu Fehlgeburten. Weitere Folgeerscheinungen können Erblindung oder Arthritis sein.
Chlamydieninfektionen entstehen durch ungeschützten Geschlechtsverkehr (egal ob vaginal, oral oder anal), durch Übertragung per Samen- und Vaginalsekreten oder durch Tröpfcheninfektion über die Hände in die Augen. Darüber hinaus werden Chlamydien durch hohen Tabakkonsum, Unterernährung und hormonelle Störungen begünstigt. Bei Reisenden in exotische Länder sowie Entwicklungsländer ist eine Ansteckungsgefahr ebenfalls erhöht, da in diesen Gegenden besonders solche Erreger vorhanden sind, die zur Erblindung führen können. Keine Angst: Bei der gemeinsamen Benutzung von Toiletten und Bettwäsche oder beim Küssen besteht keine Ansteckungsgefahr!
Um einen Befall mit der Chlamydien Geschlechtskrankheit zu diagnostizieren gibt es mehrere Möglichkeiten, beispielsweise Abstriche von Zellmaterial und dessen Sichtbarmachen, Anlayse der DNA mittels Abstrich oder Urinprobe oder das Anlegen von Zellkulturen. Es ist auch möglich auf Antikörper gegen Chlamydienerreger zu testen, jedoch ist diese Methode nicht zuverlässig, da hier nicht zwischen bereits ausgeheilten oder noch bestehenden Infektionen unterschieden werden kann.
Gegen Chlamydien werden Antibiotika eingesetzt und bei erfolgreicher Behandlung kommt es selten zu Folgeschäden. Es ist wichtig, sich gemeinsam mit dem Partner behandeln zu lassen, um eine weitere Ansteckung zu verhindern. Der behandelnde Arzt wird etwa zwei bis vier Wochen nach der Behandlung einen Abstrich zur Kontrolle auf noch vorhandene Erreger vornehmen. Nach weiteren drei Monaten erfolgt eine erneute Kontrolluntersuchung. Chlamydien erleichtern anderen Erregern das Eindringen in den Körper, deshalb wird eine Untersuchung auf weitere Geschlechtskrankheiten empfohlen. Auf Geschlechtsverkehr sollte während der Behandlungszeit verzichtet werden.
Für Schwangere ist nur eine begrenzte Zahl an Antibiotikasorten erlaubt, um den Embryo nicht zu gefährden. Etwa drei Wochen nach der Einnahme der Medikamente sollten Schwangere sich untersuchen lassen, um das Vorhandensein der Chlamydien auszuschließen.
Den wirksamsten Schutz vor Geschlechtskrankheiten bieten nach wie vor Kondome.
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