Glaubersalz Anwendung

Maria Halber
17.12.2010
Alternativtext

Was ist Glaubersalz?

Zuerst hergestellt hat das Glaubersalz der deutsche Arzt, Chemiker und Apotheker Johann Rudolph Glauber ca. 1625. Aus Kochsalz und Schwefelsäure entstand dabei so genanntes Natriumsulfat, welches der Mediziner "Sal mirabilis" oder "Mirabili" nannte.



Natriumsulfat kommt aber auch in der Natur vor - zum Beispiel ist es in vielen Mineralwässern enthalten.



Glaubersalz wird bis heute hauptsächlich als Abführmittel eingesetzt, insbesondere in Verbindung mit Fastenkuren. Es wird dringend davon abgeraten, es regelmäßig einzusetzen, jedoch empfehlen Befürworter von Heilfastenkuren das Mittel an den Abführtagen zur vollständigen Darmentleerung, wie sie mit "milderen" Mitteln wie Pflaumen oder Sauerkrautsaft nicht erzielt werden kann. Das Wirkprinzip: Das Salz hält das Wasser im Darm via Osmose zurück, dadurch wird die Darmbewegung angeregt.



Glaubersalz ist sehr preiswert in der Apotheke erhältlich, es wird von Ihrem Apotheker in kleinen Portionen abgewogen. In der Apotheke erhalten Sie auch weitere Informationen darüber, ob diese Methode für Sie geeignet ist. Bitte beachten Sie, dass auch ein vergleichsweise "natürliches" und altbewährtes Mittel Nebenwirkungen haben kann.



Glaubersalz Anwendung



klassische Methode:

  • * 3 gehäufte TL Glaubersalz in einem Glas Wasser auflösen
  • * wichtig: gut umrühren, damit sich die Kristalle auflösen!
  • * das Glas möglichst in einem Zug austrinken
  • * ruhig viel nachtrinken, um den Geschmack zu neutralisieren und die Flüssigkeitszufuhr zu regulieren
  • * nach 1-3 Stunden setzt die Wirkung mit einem mehr oder weniger starken Stuhldrang ein



Da es viele Menschen gibt, die mit dem Geschmack von Glaubersalz überhaupt nicht zurechtkommen, gibt es verschiedene Rezepturen, die die Einnahme erleichtern sollen, z.B. frisch gepresste Zitrusfrüchte und eiskaltes Wasser.



Risiken und Nebenwirkungen

Neben der recht drastischen Wirkung und des "strengen", sehr salzigen Geschmacks wird unbedingt davor gewarnt, Glaubersalz als regelmäßiges Abführmittel einzusetzen. Insbesondere bei Verstopfung ist dies geradezu gefährlich. Für Kinder ist Glaubersalz auf gar keinen Fall geeignet, ebenso wenig wie für Erwachsene mit Nierenkrankheiten.

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