Kreditaufnahme nach Restschuldbefreiung

Monika Weber
28.07.2010

Für viele Konsumenten, die einmal in die Schuldenfalle und anschließend in die Privatinsolvenz gerutscht sind, scheint die Restschuldbefreiung der einzige Ausweg aus dem Schuldenberg und der privaten Misere.

Doch das private Leben und auch die offenen Wünsche gehen unaufhörlich und auch trotz der finanziellen Situation weiter.

 

Kaum ein Betroffener macht sich jedoch zu diesem Zeitpunkt Gedanken darüber, ob eine Kreditaufnahme nach Restschuldbefreiung überhaupt möglich ist. Für viele hat erstmal und vor allem Priorität, den angehäuften Schuldenberg überhaupt irgendwie abzubauen und loszuwerden. Eine erneute Kreditaufnahme nach Restschuldbefreiung ist für die meisten Insolventen in dieser Situation in so weiter Ferne, dass sie sich über die noch bevorstehenden Probleme (erstmal) noch gar keine Gedanken machen.

 

Der lang ersehnte Tag ist gekommen: die Restschuldbefreiung

Für viele Menschen hat dieser Tag den Charakter eines Neuanfangs. Die sprichwörtlichen Jugendsünden sind damit scheinbar abgegolten oder zumindest erlassen und der Spaß am Leben, aber vor allem das eigene finanzielle Leben, kann wieder beginnen. Doch Wünsche und Träume haben die Menschen bekanntlich immer, einige jedoch sind nur mit einem Kredit zu erfüllen.

 

Da Banken heutzutage Kredite für fast alles vergeben und gewähren, sollte es auch im Grunde kein Problem werden, die gewünschten Dinge auf Pump zu kaufen. Doch die Kunden, die eine Kreditaufnahme nach Restschuldbefreiung anstreben, werden regelmäßig von allen kreditgebenden Instituten abgewiesen. Nach einigen meist herben Rückschlägen müssen die Betroffenen feststellen, dass eine Kreditaufnahme nach Restschuldbefreiung ziemlich unmöglich ist.

 

Die Gefahr scheint für das finanzierende Institut einfach zu groß, dass die Kunden trotz der überstandenen Insolvenz inklusive Restschuldbefreiung nicht gelernt haben, mit dem vorhandenen Geld auszukommen. Eine termingerechte Rückzahlung des gewährten Kredits rückt damit ins Unerreichbare. Meistens sind die Betroffenen ganz zu Beginn auch in den Strudel der Arbeitslosigkeit geraten, nicht selten ist die Privatinsolvenz erst durch das Wegfallen des monatlichen Einkommens entstanden. Und ein Kredit ist für Arbeitslose sowieso sehr schwer bis gar nicht zu bekommen. Hier treffen also zwei wesentliche Punkte aufeinander, die gegen einen Kredit sprechen: Arbeitslosigkeit und Restschuldbefreiung.

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