Ratenkredit - der Vergleich ist wichtig
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Redaktion 31.03.2011 |
Der Ratenkredit ist das standardisierte Produkt für die Finanzierung von Waren oder Dienstleistungen, so zum Beispiel von Autos, Möbeln oder Urlaubsreisen. Er ist nicht zweckgebunden, die Verwendung muss also nicht nachgewiesen werden, auch wenn der Bankberater bei Antragstellung danach fragt. Auch wird der Ratenkredit in der Regel ohne Sicherheiten vergeben, im Kreditvertrag wird lediglich die Abtretung von Lohn und Gehalt vereinbart.
Wird der Ratenkredit allerdings über einen Autohändler abgeschlossen, um hiermit ein Fahrzeug zu finanzieren, wird das Auto sicherungsübereignet. Ratenkredite nur für Privatkunden mit nichtselbstständiger Beschäftigung: Der Ratenkredit wird nur an Privatkunden vergeben, die Einkommen aus einer nichtselbstständigen Beschäftigung erzielen. Dies sind zum Beispiel Arbeitnehmer und Beamte. Arbeitslose sowie Selbstständige erhalten diese Darlehen nicht. Ratenkredite erhält man sowohl bei Filialbanken wie auch im Internet über Direktbanken und bei Händlern vor Ort.
Der Ratenkredit hat viele Namen, so zum Beispiel Wunschkredit, Verbraucherdarlehen oder Konsumentenkredit. Kunden, die kurzfristig ein Darlehen benötigen, sollten den Sofortkredit beantragen, der in der Regel binnen weniger Tage ausgezahlt werden kann. Aufgrund der Standardisierung kann der Ratenkredit einfach beantragt und bearbeitet werden. Bei einigen Filialbanken werden die Daten gar vor Ort gleich eingegeben, die Kreditentscheidung fällt im Anschluss. So ist die Auszahlung binnen einer Stunde möglich, sofern alle kreditrelevanten Unterlagen vorliegen.
Der Ratenkredit kann bereits für 1.000 Euro abgeschlossen werden, die Höchstsummen liegen je nach Bank zwischen 40.000 bis 50.000 Euro. Die Laufzeit des Kredites kann der Kunde selbst festlegen (zwischen 12 und 84 Monaten, in Einzelfällen sogar bis 120 Monate), hiernach orientiert sich dann die monatliche Rate. Da der Ratenkredit bei Ablauf vollständig zurückgezahlt sein muss, ist die Ratenbelastung mitunter sehr hoch. Kreditscoring Basel II: Die Zinsen für den Kredit werden nach den neuen Richtlinien zu Basel II bonitätsabhängig vergeben.
Für jeden Kunden wird daher ein Kredit-Scoring durchgeführt, welches neben den Einkommensdaten auch Daten zur Wohnsituation (Mieter/Eigentümer), zur Beschäftigungsdauer und die Schufa-Daten enthält. Hiernach wird jedem Kunden ein Punktewert zugeordnet. Je niedriger dieser Wert, desto besser die Bonität und desto geringer das Risiko für die Bank. Diese Kunden erhalten somit günstigere Zinsen als Kunden mit einer schlechteren Bonität, die dann einen Risikoaufschlag an die Bank bezahlen müssen.
Vergleichen Sie den effektiven Jahreszins: Um die Angebote der Banken vergleichen zu können, sollten Kunden auf den effektiven Jahreszins achten. Dieser muss laut der Preisangabenverordnung immer angegeben sein. Er beinhaltet neben dem Nominalzins auch die zu zahlenden Gebühren. Da die Konditionen der Banken stark voneinander abweichen (Zinssätze zwischen 3,99% - 12,9% p.a.), sollten die Angebote vor Abschluss verglichen werden.
Diese Zinsdifferenz bedeutet bei einer Kreditsumme von 5.000 Euro pro Monat 37,12 Euro Zusatzkosten, bei einer Laufzeit von 60 Monaten gar 2.227,20 Euro! Auch die Bearbeitungsgebühren unterscheiden sich stark. So berechnen einige Banken lediglich 0,5% der Kreditsumme (bei 5.000 Euro also 25 Euro), andere Institute wiederum berechnen 3%, also 150 Euro. Einen Überblick über die Konditionen bieten Vergleichsrechner im Internet.
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