Au Pair
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Eva Klassen 25.02.2011 |
Englisch ist die Weltsprache Nummer eins. Die coolsten Filme, Serien, Styles und Looks kommen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind lange schon das Land der Träume und der Hoffnungen. Besonders viele Schulabgänger wollen ihre Englischkenntnisse auffrischen und verbessern und nebenbei dieses aus Film und Fernsehen bekannte Land entdecken. Ein Au Pair Aufenthalt in den USA bietet eine gute Möglichkeit für junge Leute, ein Jahr in Amerika zu finanzieren. Man wohnt bei einer amerikanischen Familie und kümmert sich dort um die Kinder. So lernt man den amerikanischen Alltag hautnah kennen, ist Teil einer richtigen US-amerikanischen Familie und somit auch Teil dieser Kultur. Vorab sollte man sich aber einige notwendige Gedanken über den Au Pair Aufenthalt machen. Ein Au Pair muss Verantwortung übernehmen und mit Kindern arbeiten können. Um die passende Familie zu finden, gibt es verschiedene Wege - von der Auswahl über eine Organisation, bis zur Suche auf eigene Faust. Wenn man die optimale Familie aber erstmal gefunden hat, kann der Au Pair Aufenthalt zu einem "Year Abroad" werden, an das man auch Jahre später noch sehnsüchtig denkt.
Das Au Pair Jahr in den USA
- Bevor man sich für einen Au Pair Aufenthalt entscheidet, sollte man sich eine nicht zu unterschätzende Frage stellen: Mag ich Kinder? Jedes Au Pair muss sich bewusst sein, dass die Arbeit mit Kindern im Vordergrund steht - neben dem Spracherwerb und dem Erkunden des Landes. Kann man diese Frage mehr oder weniger mit "Ja" beantworten, ist man dem Au Pair Dasein einen Schritt näher. Es lohnt sich, vorab zu babysitten, Kindern Nachhilfe zu geben und möglichst viele Erfahrungen in der Kinderbetreuung zu sammeln. Dabei wird man in diesem Feld selbstsicherer und kann bei der Familiensuche schon wichtige Referenzen vorweisen.
- Der klassische Weg zum Au Pair Jahr in den USA führt über eine Agentur. Es gibt zahlreiche, bekannte und weniger bekannte, Organisationen, die Au Pairs und Familien vermitteln. Der Nachteil an dieser Variante ist die Vermittlungsgebühr, die die Agentur natürlich auch von den Au Pairs verlangt. Der Vorteil ist die Betreuung und die sichere Abwicklung. Über die Agentur verläuft die Vereinbarung mit der Gastfamilie über das Taschengeld. Außerdem werden Treffen mit anderen Au Pairs organisiert, genau wie Sprachschulaufenthalte und Ausflüge. Und sollte man sich in der Gastfamilie gar nicht wohlfühlen, kann ein Wechsel organisiert werden. Gerade wer noch nicht oft und lange im Ausland war, investiert gern in die Vermittlung über eine Agentur. Visumsbeschaffung und alle weiteren bürokratischen Angelegenheiten laufen über die Agentur. Zwischen 18 und 26 Jahre alt darf ein Au Pair hierbei sein.
- Eine andere Möglichkeit ist die Suche nach einer Familie auf eigene Faust. Wer mutig ist, sich in den USA vielleicht sogar schon auskennt oder einen Au Pair Aufenthalt nicht nach dem Abitur, sondern während oder nach dem Studium machen will, traut sich diese Methode schon eher zu. Hierbei muss man sich um Visa, eine Wunschstadt und Wunschfamilie und alles weitere selbst kümmern. Dafür entfallen die Gebühren für eine Vermittlung. Aber vorsichtig! Gerade die Beschaffung des benötigtem J-1-Visums ist hierbei problematisch, da es normalerweise über die Agentur vergeben wird. Wer also ohne Agentur Au Pair in den USA sein will, sollte seine Tätigkeit mit etwas anderem verbinden - zum Beispiel einem Auslandsstudium. Etwa als externes Au Pair kann man sich nebenbei etwas Geld dazu verdienen und ein paar Stunden in der Woche auf Kinder aufpassen oder Nachhilfe geben. Meist wohnt man hierbei aber nicht in einer Familie, sondern in einer eigenen Wohnung, die man auch selbst finanzieren muss.
- Während des Au Pair Aufenthalts sollte man so viel Zeit wie möglich in den Spracherwerb investieren. Nicht abschrecken lassen darf man sich von anfänglichen Kulturschocks oder Eingewöhnungsproblemen. Jede Familie ist anders und in einer Gastfamilie muss man neue Regeln und Gepflogenheiten anerkennen und respektieren. Essgewohnheiten, Freizeitbeschäftigung oder das Verhalten der Familienmitglieder können vollkommen gegensätzlich zum bekannten Leben in Deutschland sein. Ein Au Pair sollte an den neuen Verhältnissen nicht verzweifeln, sondern etwaiges Heimweh so gut es geht durchhalten. Nach einer Weile kommt das Heimatgefühl ganz von alleine.
Fazit
Am sichersten, einfachsten und unkompliziertesten läuft die Vermittlung über eine Agentur. Hierbei ist man in Sachen Visum und Bürokratie auf der sicheren Seite und hat immer einen Ansprechpartner, der bei Problemen mit der Familie, der Kultur oder bei zu starkem Heimweh hilft. Ein Au Pair Jahr ist meistens ein Aufenthalt voller Höhen und Tiefen, voller Emotionen und starker Gefühle. Manchmal muss man durchhalten, aber die meiste Zeit sind Au Pairs begeistert und beeindruckt von den neuen Erlebnissen und erinnern sich später voller Zufriedenheit an das spannende Jahr in den USA.
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