Cilento Italien

Georg Waldner
05.05.2011
Cilento Italien

Cilento Italien ist ein weniger bekanntes Reisziel, aber durchaus wert, darüber zu berichten. Vielleicht können wir ja bei den Lesern die Lust auf einen Besuch der Region Cilento wecken?

 

Wo liegt Cilento?

 
Cilento liegt im Süden Italiens in der Region Kampanien. Das Gebiet erstreckt sich von Paestum im Norden über Sapri im Süden und das Diano-Tal im Osten, es umfasst ca. 100 km Küste, Berge und etwa 200 Dörfer, die sich ihren mittelalterlichen Charme erhalten haben. Daher wurde auch ein großer Teil dieses Gebietes im Jahr 1991 zum Nationalpark erklärt. Außerdem ist Cilento seit 1998 UNESCO-Welterbe. 
 
 
Geschichtliches zu Cilento:
 
Funde belegen, dass diese Region schon in der Steinzeit besiedelt war. Ab dem achten Jahrhundert v. Chr. besiedelten dann die Griechen die Küste. Aus dieser Zeit stammen noch ausgezeichnet erhaltene griechische Tempel, die etwa 2.500 Jahre alt sind. In der Ortschaft Velia wurde 540 v. Chr. eine Philosophenschule gegründet. In der griechischen Mythologie nimmt Cilento einen festen Platz ein: Vergil und Aeneas erblickten auf ihren Seefahrten an dieser Stelle das erste Mal die italienische Küste. 
Nach den Griechen kam im dritten Jahrhundert v. Chr. die Römer und übernahmen deren Siedlungen. Als das Römische Reich unterging, wurde die Region abwechselnd von den Goten, Byzantinern, Sarazenen und Langobarden beherrscht, bis im 12. Jahrhundert die Benediktiner begannen, einen großen Einfluss auf diese Region auszuüben. Heute gehört Cilento zur Provinz Salerno.
 
Cilento heute:
 
Der Nationalpark Cilento und Vallo di Diano ist der zweitgrößte Nationalpark in Italien, die Fläche beträgt etwa 181.000 km2. Ein besonderer Anziehungspunkt für die Besucher ist die abwechslungsreiche Landschaft: Man findet hier Steilküsten genau so wie flache Sandstrände, die zum Baden einladen. Das Landesinnere ist zum Teil bewaldet, zum Teil von Olivenhainen bedeckt. Man findet hier zwei Unterwasserreservate und zahlreiche Höhlen entlang der Küste und in den Flusstälern. Der Park ist bis heute vom Massentourismus zum größten Teil verschont geblieben. Beliebte Ziele in der Nähe sind die Ausgrabungsstätten in Paestum und Velia sowie das Kartäuserkloster in Padula. Auch die Ruinen der mittelalterlichen Küstenwehrtürme sind ein sehenswertes Ziel.

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