Malta Flug
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Georg Waldner 01.04.2011 |
Der Malta Flug dauert nur wenige Stunden, und wenn man am Flughafen Luqa das Flugzeug verlässt, befindet man sich in einer anderen Welt. Malta ist eine kleine Insel südlich von Italien im Mittelmeer, und durch diese exponierte Lage hat es eine äußerst wechselvolle Geschichte zu verzeichnen.
Um hier nicht mit Jahreszahlen oder der Aufzählung von zahllosen historischen Völkern zu verwirren, sagen wir es kurz: Auf Malta war jeder. Die Araber, die Phönizier, die Römer, Griechen und - in der Neuzeit - die Franzosen und die Briten. Malta war bis 1974 britische Kolonie. Bis heute hat sich das britische Schulsystem gehalten, und die Kinder beginnen schon im Kindergarten damit, Englisch zu erlernen, obwohl Malta eine eigene Sprache entwickelt hat.
Die maltesische Sprache klingt wie eine Mischung aus Italienisch und Arabisch, und tatsächlich entstand sie aus dem Arabischen und wurde im Lauf der Zeit durch französische, italienische und englische Worte ergänzt. Maltesisch ist zwar eine semitische Sprache, verwendet aber trotzdem lateinischen Schriftzeichen. Da Malta EU-Mitglied ist, müssen alle EU-Dokumente übersetzt werden, und es war nicht einfach, eine entsprechende Anzahl an Dolmetschern zu finden.
Die Malteser sind ein äußerst freundliches und friedliebendes Volk. Es ist bezeichnend, dass Polizisten auf Malta keine Waffe tragen, man kann einen Malta Flug also ohne Sicherheitsbedenken antreten.
Malta besteht aus drei Inseln, nämlich der Hauptinsel Malta und den viel kleineren Inseln Gozo und Comino. Auf Gozo hat übrigens - der Legende nach - Odysseus sieben Jahre in einer Höhle verbracht, die man heute noch besichtigen kann. Hier findet man auch die Blue Grotto, eine Meereshöhle, die mit dem Schiff befahren werden kann, und das Azure Window, eine gewaltige Gesteinsformation an der Küste, die an ein offenes Fenster erinnert.
Auf Malta findet man auch die weltweit ältesten Tempelanlagen, die bis zu 6000 Jahre alt sind. Diese und das Hypogäum, eine unterirdische Tempelanlage in der Nähe der Hauptstadt Valletta, wurden von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
Nach wie vor kommen hauptsächlich Touristen aus dem britischen Raum nach Malta, was durch die Kolonialzeit erklärbar ist. Aber auch für Schülergruppen - insbesondere Sprachreisen - hat sich Malta in den letzten Jahren zu einem beliebten Ziel entwickelt.
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