Dauerhafte Haarentfernung– welche Technologie ist die bessere?

Redaktion
14.10.2010

Haarentfernung ist mittlerweile auch in Deutschland ein sehr wichtiges Thema bei Frauen und zunehmend auch bei Männern.

Bei Frauen ist eine starke Körperbehaarung bei Frauen nicht ungewöhnlich, schätzungsweise jede zwanzigste leidet unter dem so genannten Hirsutismus. Häufig beginnen die Leiden schleichend während der Pubertät.

 

Bei Frauen ist es meist der Damenbart und verstärkter Haarwuchs auf den Armen oder im Intimbereich, bei Männern wiederum eine starker Rückenbehaarung und Haaren auf der Brust die ein normales soziales Leben kaum möglich, von einem erfüllten Sexualleben ganz zu schweigen. Die lästigen Haare an den Beinen, unter den Achseln, am Rücken etc. werden auf verschiedenste Weisen entfernt. Es gibt die unterschiedlichsten Methoden für eine Haarentfernung.

 

Die Depilation nennt man die vorübergehende Entfernung, dazu zählen: Rasieren, Chemische Mittel, Wachsen, Zupfen oder Epilieren. Die Epilation, soll eine dauerhafte Haarentfernung (auch „permanente Haarentfernung“ genannt) ermöglichen. Für die Epilation haben sich drei Techniken etabliert: Die Nadelepilation, die Laser- und die IPL-Technologie. Alle diese Methoden zielen darauf ab, die Haarwurzel (Follikel) dauerhaft zu zerstören und damit ein Nachwachsen der Haare auszuschließen. Bei der Nadelepilation wird ein sehr feiner Draht in den Haarkanal eingeführt und bis zum Haarfollikel vorgeschoben.

 

Dann wird ein elektrischer Impuls abgegeben, der das Pigment (Melanin) in der Haarwurzel so stark erhitzt, dass die Nährzellen geschädigt werden.Bei korrekter Anwendung können dauerhafte Ergebnisse erzielt werden. Dadurch, dass jede Haarwurzel einzeln behandelt werden muss, ist das Verfahren sehr aufwendig, sehr schmerzhaft und somit nicht sehr beliebt.

Anders ist es bei der sogenannten Photoepilation, die Haarentfernung mit Licht. Das Prinzip zwischen der Laser- und IPL-Technologie ist dabei sehr ähnlich: Eingestrahltes Licht in die Haut erwärmt selektiv nur das Haar und nicht die Haut.Entscheidend für die gewünschte Wirkung des Lichts ist seine Absorption durch Chromophoren, die die eingestrahlte Energie aufnehmen und in Wärme umwandeln. Endogene Chromophoren sind Teile eines Farbstoffes in dem anregbare Elektronen verfügbar sind. Die Photonen des Lichtstrahls haben die Aufgaben bei der Absorption ihre Energie an das Zielchromophor abzugeben. Dadurch wird das Licht in Wärme umgewandelt und erhitzt so das Chromophor. Endogene Chromophore in der Haut sind z.B. Melanin, Wasser und Hämoglobin.

 

Diese Chromophoren weisen ein unterschiedliches Absorptionsverhalten auf, sie reagieren bei jeweils unterschiedlichen Wellenlängen. Dies macht es möglich durch Einstrahlung geeignet gewählter Wellenlängen Trägerstrukturen gezielt zu erwärmen und damit zu zerstören, ohne dabei die biologische Umgebung zu schädigen. Zentraler Wirkungsmechanismus der Photoepilation ist die Absorption von Licht am Farbstoff (Melanin) im Haar. Melanin absorbiert vorüberwiegend im UV und kurzwelligen Anteil des sichtbaren Spektralbereiches. Mit steigender Wellenlänge nimmt die Absorption durch Melanin konstant ab, dringt jedoch dafür tiefer in die Haut ein. Wenn das Ergebnis der Photo-Epilation von Dauer sein soll, müssen die follikulären Stammzellen irreparabel geschädigt werden.

 

Da die Pigmentierung des Haares im unterem Teil in den Phasen des Haarwachstumszyklus entsprechend variiert, sind jeweils nur die in der späten Anagenphase befindlichen Haarfollikel erreichbar. Soll ein Bereich vollständig enthaart werden, sind mehrere Sitzungen in bestimmten Abständen der Körperregion entsprechend, erforderlich, um eine dauerhafte Haarentfernung zu erreichen.Um die Behandlung angenehmer zu gestalten, werden bei allen Verfahren Kühltechniken der Haut mittels Gel und Luft- oder Wasserkühlung verwendet. So wird der Follikel selektiv erhitzt und die Epidermis geschont. Anders als bei der Nadelepilation sind die Methoden der Photoepilation nur bei einem Farbkontrast zwischen Haut und Haar anwendbar.

 

D.h. das bei einem deutlichen Farbkontrast zwischen dunklem Haar und heller Haut und dichtem Haarwuchs ist sicherlich die Photoepilation (Laser oder Blitzlampe) die effektivste Methode. Wenn es sich jedoch eher um vereinzelte Haare oder eher dünne und helle Haare handelt, ist wiederum die Nadelepilation die bessere Methode.Ob Laser oder IPL-Blitzlampe ist Geschmackssache. Tendenziell scheint sich die IPL-Technologie aufgrund der angenehmeren, schnelleren und somit auch kostengünstigeren Behandlungsvorgänge weiter durchzusetzen.

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