Schmuck ist unbequem, teuer und kann gestohlen werden. Warum man auf keinen Fall Schmuck tragen sollte

Redaktion
30.03.2011
Schmuck ist unbequem, teuer und kann gestohlen werden. Warum man auf keinen Fall

Schmuck ist unbequem. Kleidungsstücke, die sich in einem Schmuckstück verhaken und Risse oder Löcher, zumindest aber Ziehfäden davontragen; der gequetschte Finger, wenn sich der Ring bei einem kräftigen Händedruck in die zarte Haut bohrt; ausgerissene Ohrläppchen.... Von Allergien ganz zu schweigen.

Die Liste kann noch beliebig fortgesetzt werden. Schmuck ist teuer. Wenn man mal darüber nachdenkt, was man sich für den Preis eines vom Juwelier angefertigten Goldringes alles leisten könnte: Mindestens eine Woche Last Minute an einem Strand in der Karibik oder zumindest einen ganzen Sommer lang täglich einen großen Eisbecher im Café an der Ecke, für einen Platinring gar eine Kombination aus Beidem. Man hätte ja wenigstens ein gutes Werk getan, wenn der Juwelier sich für das Geld für das Schmuckstück Derartiges leisten könnte, aber so hoch ist seine Verdienstspanne nicht. Schmuck bedeutet Verantwortung. Da Schmuck so schön klein und handlich und dabei kostbar ist, ist er bei Dieben sehr beliebt.

Aber Schmuck kommt auch ganz ohne Mithilfe unangenehmer Zeitgenossen abhanden. Man kann ihn auch bestens verlieren oder beispielsweise einen Ring beim Händewaschen unterwegs liegenlassen (ehrliche Finder sind selten geworden). Und wer hat nicht schon auf dekorativ marmoriertem - möglichst hochflorigem - Teppichboden nach den Bestandteilen der gerissenen Perlenkette gefahndet oder nach dem aus der Fassung des Ringes gefallenen Edelstein herumgetastet. Auf einer Party kann das recht kommunikativ sein. Aber eigentlich war das ja nicht der Sinn der Sache. Kurz, mit Schmuck hat man Verantwortung, hat noch auf einen weiteren Aspekt unseres heutzutage ohnehin sehr komplexen Alltags aufzupassen.

Schmuck vermittelt Signale. Schmuck ordnet den Träger deutlich sichtbar einer gesellschaftlichen Gruppe zu oder zwingt einen in oft unerwünschte „Schubladen“ hinein. Unter Umständen zwingt einem der Schmuck, den man trägt, nach dem Motto „Adel verpflichtet“, eine bestimmte soziale Rolle auf. Oder man wundert sich, dass einen zwar die Bekannten der kürzlich erfolgreich konsultierten Stilberaterin begeistert empfangen, die alten Freunde aber plötzlich zurückhaltender geworden sind. Die Sache mit dem Schmuck ist also ganz schön kompliziert. Und all diesen Problemen zum Trotz gibt es doch tatsächlich viele Mitmenschen, die es riskieren, sich Schmuck zu kaufen und ihn dann auch noch zu tragen! Sie auch? Sagen Sie nicht, Sie wären nicht gewarnt worden!

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