Die Rechtschutzversicherung – sinnvoll oder nicht ?

Redaktion
11.11.2010

Es heißt immer wieder die Deutschen seien überversichert. Zu den wichtigen Versicherungen zählen heute – insbesondere im Bezug auf die Altersvorsorge – die Lebensversicherung und die Rentenversicherung. Und für Sachverhalte, die man haftbar gemacht werden kann, ist eine Haftpflichtversicherung sinnvoll. Das sind laut Expertenmeinung die Versicherungen, die man unbedingt haben muss.

 

Was die Rechtschutzversicherung anbelangt, so sind sich die Experten einig, dass sie zwar nicht zu den vorrangigsten Versicherungen gehört, aber für einige in der Regel doch unverzichtbar sind. So zum Beispiel für Freiberufler und Unternehmen, die jederzeit damit rechnen müssen aufgrund ihrer Tätigkeit mit irgendwelchen Angelegenheiten konfrontiert zu werden, gegen die sie sich gegebenenfalls auch mit Hilfe eines Anwalts oder gar mit Hilfe des Gerichts zur Wehr setzen müssen. Beim Abschluss einer Rechtschutzversicherung sollte man jedoch darauf achten, welche Risikobereiche für einen individuell wirklich relevant sind.

 

Dabei ist zu bedenken, dass desto mehr Bereiche durch eine Rechtschutzversicherung abgedeckt werden, desto teurer wird der Beitrag letztendlich sein. Es wird daher empfohlen zunächst einmal insbesondere die so genannten Existenzrisiken abzusichern, wobei Autofahrern grundsätzlich zunächst einmal der Verkehrsrechtschutz zu empfehlen ist.

 

Für Arbeitnehmer kann der Berufsrechtschutz nützlich sein, falls in dieser Hinsicht noch keine entsprechende Absicherung über eine Gewerkschaftsmitgliedschaft oder in einem Berufsverband besteht. Freiberufler und Unternehmen hingegen haben in der Regel öfter mit Rechtsanwälte und Gerichten zu tun. Kunden, die nicht zahlen, werden in der Regel zunächst von einem Anwalt angeschrieben, dann werden ein Mahnbescheid und dann ein Vollstreckungsbescheid gestellt.

 

Erhebt der Schuldner gegen den Mahnbescheid Einspruch, so wird die Sache in der Regel vor Gericht gehen. Und das alles kostet Geld, wenn man denn wider Erwarten vor Gericht den Prozess verliert. Und Rechtsanwälte, Sachverständige und die Kosten für Zeugen und die Gerichtskosten selbst, wollen dann bezahlt werden.

Für eine eingeklagte über Rechnung über wenige Hundert Euro können da an Kosten schon mal einige Tausend Euro an Gerichtskosten zusammen kommen. Gut wenn man dann als Freiberufler oder Unternehmen eine Rechtschutzversicherung hat.

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