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Die Geschichte von Korfu

Die griechische Insel Korfu (griechisch Kerkyra) wurde der Sage nach von der Flussnymphe Gorgyra , die von Poseidon, dem Meeresgott, auf die Insel im Ionischen Meer gebracht wurde, gegründet. Auf Scheria, wie die Insel in der Mythologie heißt, sollen auch Medea und Jason auf der Flucht nach Kolchos Unterschlupf gefunden haben. Auch Odysseus fand während seiner Odysse hier vorübergehend Obdach.

Erst vor ca. 9000 Jahren wurde die Insel Korfu durch das Ansteigen des Meeresspiegels vom griechischen Festland getrennt; die erste Besiedlung durch Jäger und Sammler fand im Neolithikum statt, eine erneute Besiedlung während der Bronzezeit.

Im 8. Jahrhundert vor Christus wurde dann die erste Kolonie durch Siedler aus Eretria gegründet. Aufgrund der günstigen Lage an der Straße von Otranto, einer Meerenge im Mittelmeer, konnten von Kerkyra aus die Zugänge zum Westen und zum Adriatischen Meer kontrolliert werden. Im Jahre 734 v. Chr. wurden die Eretria von Chersikrates (aus Korinth stammend) aus Korfu vertrieben. Seitdem stieg Korfu zur Seemacht auf und konnte sogar die Mutterstadt Korinth im Jahre 664 vor Christus besiegen und löste sich somit von dessen Herrschaft.

Ab etwa 300 v. Chr. wurde die Insel immer wieder von Abenteurern, Piraten und makedonische Könige überfallen, sodass die erkämpfte Unabhängigkeit der Insel in Gefahr war.
So kam es, dass die Römer während des Krieges gegen die illyrische Königin Teuta, Korfu zu ihrer Provinz machten, somit war Korfu die erste Provinz der Römer in Griechenland.
Später wurde es dann der Provinz Macedonia zugesprochen, dann gehörte es zu der Provinz Epiros.

Im 3. Jahrhundert wurde auf Korfu, das heute überwiegend griechisch orthodox ist, das Christentum durch die Heiligen Jason und Sosipater, eingeführt und ab dem Jahre 395 gehört Korfu dann ganz dem römischen Reich an.
Im Mittelalter gehört die zweitgrößte Ionische Insel erst zum Königreich Neapel, bis sie im 14. Jahrhundert an die Republik Venedig verkauft wird.

Im Zuge der Kriege der Türken gegen die westliche Welt, wurde Korfu-Stadt von den Türken erfolglos belagert, allerdings plünderten sie weite Teile der Insel und versklavten mehr als 20.000 Einwohner der Insel .

Im Jahre 1815 wurde Korfu unter britischer Herrschaft ein Teil der Republik der Ionischen Inseln. Unter den Briten wurde das Straßennetz ausgebaut, welches heute zu den dichtesten Griechenlands gehört. Erst am 21. Mai 1864 wird Korfu offiziell Teil Griechenlands.

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