Die Holuilie in Dresden
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Redaktion 22.03.2011 |
Die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen bietet ihren Besuchern, wie denen der Pension Dresden, jede menge Anlaufpunkte, die das Herz des Touristen höher schlagen lassen. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind allerdings in so vielen Reiseführern breit getreten, dass die Daheimgebliebenen von den Erzählungen nur noch in den seltensten Fällen leuchtende Augen bekommen. Ein Geheimtipp dagegen ist die Holuilie.
Hinter diesem geheimnisvollen Namen verbirgt sich ein Separée, welches Kurfürst Friedrich August der I von Sachsen, besser als „August der Starke“ bekannt, in der Schlossanlage verbergen ließ. Seinerzeit diente der nur wenigen bekannte kleine Flügel des Schlosses, schräg gegenüber vom „Fürstenzug“ an der Außenseite des Stallhofes, dem Monarchen, um dort unter anderem ungestört seinen intimen Neigungen zu jungen Hofdamen nachzugehen.
Von architektonischer Seite her, ist an dem Bau besonders die Lichtführung in den fensterlosen Gemächern hervorzuheben, die für die damalige Zeit einzigartig war. Lichtschächte mit röhrenartigen Spiegeln verleihen den Räumen eine romantisch gedämpfte, fast heilig wirkende Aura, die von filigranen Wandmalereien, verspielten Engelsfiguren, unzähligen Goldverziehrungen und mit feinem Samt bezogenen Wänden umrahmt wird. Neben dem Zugang im Schloss gibt es nur eine einzige kleine Verbindung zur Außenwelt.
Sie befindet sich in der dem „Fürstenzug“ gegenüberliegenden Mauer in Höhe seiner Majestät „Friedrich August I“. Von da aus konnte der Kurfürst auch in seiner Abwesenheit von Zeit zu Zeit einen Blick auf seinen Hofstaat werfen. Erstmal entdeckt wurde die Holuilie zu beginn der Wiederaufbauarbeiten des Schlosses nach dem zweiten Weltkrieg. Damals wurde der, wie durch ein Wunder, im Krieg unversehrt gebliebene Schlossteil sofort von der Kommandantur der Roten Armee unter Arrest gestellt und dem Zugang der breiten Allgemeinheit entzogen.
Erst in den letzten Jahren gelang es dann, die fast vergessene Holuilie wieder etwas mehr in den Blickpunkt zu stellen. In der heutigen Zeit erfreut sie nun ab und an einen Besucher der Hotel Dresdens mit ihrer malerischen Pracht.
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