Geschichte des "weißen Sports"
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Tobias 23.11.2010 |
Tennis kennt auf der Welt fast jedes Kind, wenngleich viele Begrifflichkeiten der Sportart zwar bekannt, aber nicht erklärt werden können. Woher etwa stammt der Name der Sportart, der rund um den Globus geläufig ist? Wieso lauten die Zählschritte im Spiel 15, 30 und 40 und nicht einfach eins, zwei oder drei? Und überhaupt, seit wann gibt es verbindliche Regeln, die es ermöglichen, dass Turniere stattfinden und der beste Tennisspieler der Welt gekürt werden kann.
Der Begriff „Tennis“ stammt aus dem Französischen und zwar vom Wort „tenez“, was soviel bedeutet wie „haltet“ oder „fangt“. In den Anfängen der Sportart, als sie im Frankreich des 12. und 13. Jahrhunderts unter dem Namen „Jeu de Paume“ ausgeübt wurde, gab es noch keine Tennisschläger. Der Ball, der aus Leder oder Kork bestand, musste mit der Hand gefangen werden.
Die Charakteristik eines Rückschlagspiels entwickelte sich erst später. Gespielt wurde in Ballhäusern, die mit einem elastischen Boden ausgestattet waren um den Ball besser springen zu lassen. Da diese Häuser meist dunkel waren, trugen die Spieler als Kontrast weiße Kleidung. Daher bekam das Tennis auch den Beinamen ein „weißer“ Sport zu sein. Die Zählweise entwickelte sich ebenfalls in jener Zeit. Man spielte nämlich schon damals um Geld, um 15 Sous pro Fehler um genau zu sein.
Der altfranzösische "Sol" (später "Sou") diente als Münzeinheit. Der Sol war im Mittelalter die Rechnungseinheit für zwölf Pfennig (altfranzösisch: denier). 1266 wurde diese Einheit erstmals in Form einer Silbermünze geprägt, dem "gros denier tournois", dem großen Pfennig von Tours. Dieses Geldstück wurde im 14. Jahrhundert mehrmals nachgeprägt - der Wert betrug jeweils 15 deniers tournois, das sind 15 Pfennige aus Tours. Jeder Spielfehler, jeder Punkt kostete 15 deniers.
Das entsprach etwa dem Wert von zwei Hühnereiern. Es ist anzunehmen, dass schon damals die Profis zu viel Geld und die Zuschauer auf ihre Kosten kamen. Mit den pekuniären Einahmen eines Roger Federer ist dies jedoch nicht annähernd zu vergleichen.
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