Strompreise
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Redaktion 30.11.2010 |
Die Strompreise werden von vielen Faktoren, wie staatlichen Bestimmungen, mangelnde Konkurrenz oder teure Arbeitskräfte, in die Höhe getrieben. Doch man kann daraus auch seinen Nutzen ziehen.
Was bestimmt die Strompreise?
Die Strompreise sind höher denn je. Der Durchschnittsbürger wird mit mehr als zwanzig Cent pro Kilowattstunde zur Kasse gebeten - weit mehr als in den meisten anderen Ländern. Das liegt nicht zuletzt an staatlichen Bestimmungen, die den Energiesektor beeinflussen.
Da wären die Förderungen für erneuerbare Energien, Beschränkungen, die den CO2-Ausstoß kostenpflichtig machen, und hohe Anforderungen an die Netz-Infrastruktur - alles auf Kosten der Kunden über hohe Preise. Auch die Konkurrenz lässt zu wünschen übrig. Wenige Unternehmen wie EON, Wattenfall oder RWE bestimmen den Markt.
Wie man die Strompreise ausnutzt
So hoch die Strompreise auch sind - es bringt nur wenig, ständig darüber zu jammern. Es ist viel effektiver, sie auszunutzen. Für Privathaushalte gibt es inzwischen zahlreiche Anlagen, mit denen man Strom selbst herstellen kann. Sei es Solar- und Erdwärme oder einfach nur Windenergie. Gleichzeitig macht man sich die staatlichen Förderungen und hohen Strompreise zunutze, da die Kilowattstunde Solarstrom mit mehr als 35 Cent vergütet wird, wenn man sie ins Verbundnetz einspeist.
Die Anlagen selbst sind zwar teuer, amortisieren sich aber schon nach wenigen Jahren. Zum Bau von Solaranlagen stehen sogar besonders niedrig verzinste Kredite zur Verfügung, in denen die voraussichtliche Entwicklung der Strompreise bereits eingerechnet ist.
Wie man geringere Strompreise bezahlt
Als Otto-Normalverbraucher zahlt man feste Strompreise - egal, wann und wie man die Energie nutzt. Auf dem Markt sind Strompreise allerdings variabel. Der Preis hängt entscheidend von der Uhrzeit ab, in der man die Elektrizität kauft. So kostet die Kilowattstunde am Morgen und zur Abendzeit mehr als zwanzigmal so viel als in der Nacht. Das kann man im Tarif berücksichtigen und dadurch vor allem bei großen Verbrauchern die Preise minimieren. Vor allem jene, die ihr Haus oder Wasser elektrisch erhitzen, stoßen bei den Versorgern auf offene Ohren, wenn Zeittarife und variable Strompreise im Raum stehen.
Zukunft
Auch in der Zukunft ist es unwahrscheinlich, dass die Kosten sinken. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Anteil an teurer erneuerbarer Energie weiter steigen soll, müssen sogar Optimisten zugeben, dass es keineswegs billiger wird. Auch die staatlichen Förderungen für Stromkosten sollen mit der Zeit zurückgefahren werden.
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