Can Mediation Be Therapeutic for Crime Victims? Seite 8
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Redaktion 23.03.2011 |
Andererseits wurde die Einstellung der Teilnehmer der direkten Mediation zu ihrem Empfinden der Viktimisierung erfragt. 64.1% fühlten sich diesbezüglich besser, 5.1% schlechter und der der Rest von 30.8% berichtete keine Veränderung. Insgesamt berichteten 74% der Teilnehmer von einem Nutzen der Mediation, vor allem psychologischer Art.
Die oben schon erwähnte prozedurale Fairness wurde durch eine neu konstruierte hochreliable (α=0.8152) Skala operationalisiert, die aus zwei Variablen bestand: das Ausmaß der empfundenen Gerechtigkeit des Prozesses an sich und der empfundenen Gerechtigkeit des Prozesses im individuellen Fall des Opfers.
Mit einem Chi-Quadrat-Test wurde der Zusammenhang zwischen empfundener prozeduraler Fairness und dem Gefühl der Viktimisierung der Opfer nach der Mediation berechnet. 66% der Teilnehmer, die den Prozess als gerecht beruteilten, empfanden das Mediationsprogramm auch als hilfreich (χ²=8.61; df=1; p=0.003).
Eine Korrelation zwischen empfundener prozeduraler Gerechtigkeit und dem Wohlbefinden der Teilnehmer ergab einen signifikant positiven Zusammenhang (r=0.569; p=0.000). Abschließend kann also festgestellt werden, dass prozedurale Gerechtigkeit positive therapeutische Effekte für die Opfer von Verbrechen zu haben scheint.
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