Das Sternberg-Paradigma, Seite 2
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Redaktion 25.02.2011 |
Im Umkreis der Forschungen zum Kurzzeitgedächtnis nimmt das Sternberg-Paradigma einen entscheidenden Platz ein. Die in diesem Paradigma formulierte Erkenntnis ist das Ergebnis von Laborexperimenten, in denen Probanden eine Liste von Items vorgelegt wurde, die sie sich einprägen mussten. Im Anschluss daran wurden sie in verschiedener Weise auf ihre Gedächtnisleistung hin überprüft. Die Kognitive Wende Ende der 40er, Anfang der 50er Jahre strebte der Einfluss des Behaviorismus (Reiz-Reaktions-Theorien; Black Box) innerhalb der Psychologie seinem Höhepunkt, doch damit auch einer krisenhaften Situation zu: Immer mehr, meist junge Forscher begannen die restriktiven Wirkungen der behavioristischen Konzepte wahrzunehmen und zu beklagen.
Das Aufkommen der ersten Computer und der ersten intelligenten Computerprogramme beeinflusste auch die Psychologie. Psychische Prozesse wurden mehr und mehr unter dem Aspekt der Informationsverarbeitung betrachtet. Auf mehreren wissenschaftliche Symposien trafen sich schon seit Anfang der 40er Jahre immer wieder Psychologen mit Informationswissenschaftlern, um die Implikationen dieser neuen Erkenntnisse für die Psychologie zu diskutieren. Zum Meilenstein für die Entwicklung des Kognitivismus wurde das „Symposium on Information Theory“, das 1956 stattfand, auf dem Allen Newell und Herbert A. Simon ihre „Logiktheorie-Maschine“ und George Miller und Noam Chomsky die erste reale „Turingmaschine“ (Grundlage des Computers) vorstellten.
So wurden mit der Zeit also kognitive Forschungsprogramme wieder anerkannt, die zur Zeit des Behaviorismus ein Außenseiterdasein fristeten. Dem Kognitivismus liegt vor allem die Vorstellung zugrunde, dass die wesentlichen Merkmale der Intelligenz - einschließlich der menschlichen - grundsätzlich den Rechenvorgängen von Computern so sehr ähneln, dass man die Kognition als rechnerische Verarbeitung symbolischer Repräsentationen definieren kann.
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