Wie überwintern Tiere?
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Oliver Treffkorn 08.03.2011 |
Ein kuscheliger Abend am Kamin, an dem sich die Zeit verträumen lässt... Wenn der Winter kommt, machen es sich die meisten Menschen in ihren eigenen vier Wänden gemütlich und warten dort geduldig darauf, von den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings ins Freie gelockt zu werden. Doch während sich auf der heimischen Couch selbst der härteste Wintertag gelassen ertragen lässt, wird die Tierwelt in den kalten Monaten auf eine echte Bewährungsprobe gestellt. Aber auch die meisten einheimischen Tiere haben Strategien entwickelt, den Unbilden des Winters ein Schnippchen zu schlagen.
Wie überwintern Tiere?
In jedem Herbst lassen sich riesige Vogelschwärme beobachten, die sich im majestätischen Formationsflug ihren Weg gen Süden bahnen. Viele Vogelarten zieht es in den Wintermonaten in wärmere Gefilde; erst ein paar Monate später kehren sie zurück, um den nahenden Sommer zu verkünden. “Langstreckenzieher” wie Schwalben und Störche legen bei ihrem Flug mit der Sonne jeweils Strecken von über 5000 km zurück.
Wie überwintern Tiere in unserer Heimat?
Den meisten Tierarten ist es natürlich nicht möglich, regelmäßig solch weitere Entfernungen zu überwinden. Doch auch diese haben wirksame Möglichkeiten gefunden, Frost und Schnee zu trotzen.
So halten etwa Feldhamster und Eichhörnchen Winterruhe. Im Herbst legen diese Tiere große Essensvorräte an, welche dabei helfen, die nahrungsarmen Monate schadlos zu überstehen. Den größten Teil des Winters verschlafen diese Tiere, die kurzen wachen Phasen werden fast ausschließlich zum Fressen genutzt.
Ganz ohne Nahrung kommen die sogenannten Winterschläfer aus, zu denen beispielsweise Siebenschläfer und Igel gehören. Diese schlagen sich in den letzten schönen Tagen des Jahres den Bauch randvoll, um die kalte Jahreszeit schlafend in ihrem geschützten Bau zu verbringen. Sämtliche Körperfunktionen, etwa Atmung und Pulsschlag, werden dabei auf ein absolutes Minimum reduziert, so, dass während des Schlafens nur sehr wenig Energie verbraucht wird.
Vor allem wechselwarme Tiere fallen hingegen in eine Starre. So passen sich Frösche der Außentemperatur an, indem sie in eine bewegungslose Winterstarre verfallen. An einem geschützten Platz warten sie dann darauf, im kommenden Frühling wieder zum Leben erweckt zu werden.
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