Ayurveda Massage
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Victoriah Szirmai 18.01.2011 |
Seit gut zehn Jahren erfreut sich die altindische Heilkunst Ayurveda auch in der westlichen Welt zunehmender Beliebtheit. Kernelemente ihres ganzheitlichen Therapieansatzes sind die ayurvedischen Massage- und Reinigungstechniken, die Ernährungslehre, Yoga und Pflanzenheilkunde. Auch wenn praktizierende Ayurveda-Ärzte bei uns noch selten sind, greift man insbesondere im Beauty- und Wellnessbereich – und auch bei den verschiednesten Medical Wellness Konzepten – insbesondere auf das Ayurveda-Element Massage zurück.
Massage als Teil eines ganzheitlichen Heil- und Therapiekonzepts
Die Ayurveda Massage unterscheidt sich grundlegend von der westlichen manuellen Therapie mit ihren Knet- und Streichbewegungen. Nach Zuordnung des Patienten zu einem bestimmten Konstitutionstypus (Dosha) verfolgt die Behandlung vorrangig das Ziel, die drei in Jedem in unterschiedlicher Verteilung vorkommenden, aus dem Gleichgewicht geratenen Doshas zu harmonisieren, wozu zunächst der Körper einer Reinigung unterzogen wird, gefolgt von einer spirituellen Reinigung. Ayurveda Massage wird demzufolge als Entgiftungs- bzw. Reinigungsverfahren betrachtet wie auch diverse Atemtechniken, Yoga etc. und wird traditionellerweise nie allein für sich, sondern immer in Kombination mit all den Elementen einer ayurvedischen Lebensführung angewandt. Klassischerweise werden Öl- und Seidenhandschuhmassagen praktiziert. Diese bezeichnet man als Snehana, übersetzt: Behandlung liebender Hände und Herzen. Hier offenbart sich wieder die Körper-Seele-Einheit, denn allein die Hand bringt noch kein Wohlbefinden, auch das Herz muss beteiligt sein.
Doch auch, wer nicht gleich die gesamte ayurvedische Heiltherapie durchlaufen will, profitiert insbesondere bei vegetativen und stressbedingten Befindlichkeitsstörungen von der Ayurveda Massage, da sie ausgleichend und harmonisierend wirkt. Aber auch als prophylaktische Maßnahme in stressreichen Zeiten ist sie geeignet.
Die Ayurveda Massage gibt es als Mukabhyanga, das ist eine Gesichts- und Kopfmassage, als Rückenmassage, als Fußmassage oder als Abhyanga, eine Ganzkörperölmassage. Garshan bezeichnet die Seidenhandschuhmassage. Am populärsten dürfte aber Shirodhara sein – dies bezeichnet den Stirnguss mit warmem Öl. Hierzu wird die Stirn zunächst mittels Massage vorbereitet, danach wird das erwärmte Öl in einem gleichmäßigen Strahl über die Stirn gegossen. Er wird im Liegen ausgeführt und dauert ungefähr zwanzig Minuten. Dennoch sollte der Patient mehr Zeit einplanen als für die bloße Behandlung notwendig ist. Da sich nach dem Stirnguss eine tiefgreifende Entspannung einstellt, wird gern das Angebot zur Nachruhe angenommen. Hiernach lässt sich beruhigt, aber dennoch gekräftigt, mit dem Alltag fortfahren.
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