Montessori Schule
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Redaktion 16.11.2010 |
Hinter der Idee der Montessori Schule steckt die italienische Kinderärztin Maria Montessori. Der Hauptgedanke des pädagogischen Konzepts dieser Schule: Hilf mir, es selbst zu tun!
Freiarbeit
Zu den Kernelementen gehört die Freiarbeit. Hier bestimmt das Kind selbst, womit es sich beschäftigen will. Und nicht nur das: Auch hinsichtlich des Arbeitsrhythmus und der Beschäftigungsdauer entscheidet das Kind von sich aus; ebenso darüber, ob es sich alleine arbeiten und spielen möchte oder mit einem Freund oder einer Freundin.
Dahinter stecken Prinzipien der Montessori Pädagogik, die dazu beitragen, dass das Kind seinen eigenen Willen entwickeln kann. So lässt man zu, dass das Kind seinem ureigenen Lerninteresse folgt und seinen Entdeckerdrang austestet. Entsprechend bestimmen die Buben und Mädchen ihren Schulalltag weitgehend selbst. Natürlich gibt es dafür klare Regeln. Neben praxisbezogenen Alltagsübungen spielt auch die soziale und moralische Komponente eine ebenso wichtige Rolle wie der Fachunterricht.
Gemeinsames Lernen
In einer Schule nach Montessori lernen Kinder, die hochbegabt sind, mit anderen Kindern, die behindert sind, zusammen. Weil Gruppen nach dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes zusammengestellt werden, sieht man auch Kinder unterschiedlichen Alters in einer Gruppe.
Dahinter steckt das Prinzip der individuellen Förderung in der Gemeinschaft. Im Gegensatz zu einer Regelschule, wo oft sehr viele Kinder in einer Klasse gemeinsam unterrichtet werden, sind es kleine Gruppen. Noten gibt es in der Montessori Schule nicht. Hier werden die Fortschritte mit Lernberichten dokumentiert.
Die Ideengeberin der Montessori Pädagogik
Die Italienerin Maria Montessori, die Ideengeberin für die Montessori Pädagogik, wurde 1870 geboten. Sie wollte eigentlich Medizin studieren. Weil das Fach seinerzeit in Italien nur Männern vorbehalten war, wandte sie sich nach dem Besuch der Oberschule den Naturwissenschaften zu.
Später konnte sie doch an der Universität für Medizin einschreiben und promovierte 1896 in Rom. Die erste deutsche Montessori Schule wurde 1923 in Jena gegründet. Maria Montessori starb 1952 in Holland.
verwendete Materialien
Bei den Materialien unterscheidet man zwischen Sprachmaterialien und mathematischen Materialien. Mit Letzteren lernen die Kinder gemäß der Montessori Pädagogik zunächst die Zahlen bis zehn, dann bis tausend; als Hilfsmittel dienen unter anderem Perlen, mit denen man addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren kann. Natürliche Materialien wie Holz spielen eine große Rolle.
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