Roman schreiben
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Eva Klassen 31.12.2010 |
Ob Krimi, Liebesroman, historische Romane oder Science Fiction - dicke Bücher sind beliebte Geschenke, gute Begleiter in einsamen Stunden und inspirieren für das Leben in der Realität. Wenn die Handlung immer spannender, aufregender oder atemberaubender wird, fragt man sich oft: Wie geht das eigentlich: einen Roman schreiben? Das wunderbare Gefühl, ein ganzes Werk geschaffen zu haben, kann jeder erleben, der Seiten gerne füllen will.
Einige Handgriffe sind natürlich nötig, aber dann fließt die Handlung auf die Seiten:
1) Was will ich erzählen? Welche Erfahrungen kann ich in meine Geschichte einbringen? Diese wichtigen Fragen müssen zu Beginn beantwortet werden. Ein Roman ist keine Biographie. Er muss nicht auf Tatsachen beruhen und keine realen Personen beinhalten. Bestenfalls vermittelt ein Roman höhere Wahrheiten, stellt konkret reale Situationen und Erfahrungen so dar, dass sie beispielhaft Gültigkeit erlangen und eine Generation, eine Religion oder anderes näher erfahrbar machen.
2) Vorm Roman schreiben sollten die Charaktere und Situationen skizziert werden. So hat man ein Grundgerüst und trotzdem noch Raum für spontane Änderungen beim eigentlichen Verfassen der Handlung. Der Autor kann auch Fotos von Orten, Personen oder Landschaften sammeln, um seine Vorstellungen zu erweitern und sich zu inspirieren.
3) Beim Roman schreiben sind die ersten Seiten am schwersten. Sobald der Knoten geplatzt ist, geht es schneller voran. Es ist also Durchhaltevermögen gefragt und keine Angst vor leeren Seiten. Am Schluss muss der gesamte Roman noch einmal gelesen werden, um die gute Rechtschreibung und Grammatik zu garantieren. Außerdem können so Formulierungen geglättet werden. Am besten liest sich mindestens eine vertraute Person das fertige Buch durch. Kritik - ob positiv oder negativ - ist für jeden Romanschreiber essentiell.
4) Erstlingswerke sollte man zum Beispiel in einem Selbstverlag veröffentlichen. Zu kleinen Auflagen und Selbstkosten werden die Bücher hier veröffentlicht. Große Verlage erhalten täglich unzählige Manuskripte. Absagen darf man daher nicht persönlich nehmen, sondern sollte sich selbst um die Veröffentlichung kümmern.
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